Band 
Dritter Band.
Seite
469
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Arago's Aufsätze.

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wenn eS uns erlaubt ist, hier einen Wunsch vorzutragen, so wäreeö der, daß sie die an Umfang kleineren Abhandlungen zuerst vor-nehmen, um sich dadurch Lust und Muth für die größeren zu ver-schaffen.

Die Reihe der Abhandlungen des ersten Bandes eröffnet derAufsatz über die Dampfmaschinen, diese wichtige und glänzendeEntdeckung der neueren Zeit. Bei dem Entwürfe dieser Schrift hatteder Verfasser einen doppelten Zweck. Erstens wollte er seinen Leser»die eigentliche Art der Wirksamkeit der verschiedenartigen fetzt imGebrauche stehenden Dampfmaschinen deutlich machen, und zweitenssuchte er zugleich seinen Landöleuten die Priorität dieser im höchstenGrade interessanten Erfindung zu sichern, die sich bisher die Herrenfenseits des Kanalö, beinahe ohne Widerspruch der anderen, zugeeignethatten. Dieser doppelte Zweck hatte, vielleicht zufällig, den glück-lichsten Einfluß auf den Vertrag des Gegenstandes und aus den gan-zen Gang der Darstellung. Der Verfasser mußte nämlich, zur ge-schichtlichen Entwicklung deS polemischen Theils seiner Aufgabe, mitden ersten Ideen, den Dampf als Agens zu behandeln, beginnen,und fedcn Schritt der Verbesserung oder Umgestaltung dieser Idee,bis zur gegenwärtigen Vollkommenheit derselben, verfolgen, da dieletzteren ungezweiselt den Engländern angehören, die ersteren aberallein das eigentliche Recht der Entdeckung begründen. Dadurch abergelangt der Leser ganz auf demselben Wege zum Verständniß dieserEntdeckung, auf welcher der menschliche Geist selbst zu der Entdeckunggekommen ist, durch allmäliges Fortschreiten von dem Einfachen zudem mehr und mehr Zusammengesetzten. Denn so wenig vielleichtirgend ein Mensch, wäre er auch das größte mechanische Genie, dieganz vollendete Dampfmaschine, wie wir sie fetzt vor uns erblicken,gleich auf den ersten Griff auffassen und erfinden könnte, eben sowenig würden die meisten Leser diese complicirte Maschine übersehenund begreifen können, wenn sie ihnen sofort mit allen ihren Theilenmit Worten oder auch mit Zeichnungen vorgeführt würde, wie esleider von anderen schon oft genug geschehen ist, deren Beschreibungen,vielleicht vollständig, aber eben dadurch verworren, dem Leser keinedeutliche Ansicht von der Hauptsache gewähren. Unser Verfasser imGegentheile geht gleich auf diese Hauptsache loS, und obschon er eSnicht einmal der Mühe werth achtet, dem Leser ein sinnliches Bildseines Gegenstandes zn geben, so weiß er ihn doch, durch die Mit-theilung einer, wenn man so sagen darf, geistigen Abbildung der-