Arago's^Aufsätze.
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richtungen vor Gefahre» schütze), müßte u. s. f. Aber selbst wen»man jeden neuen Kessel durch unmittelbare Feuerung untersuchen wollte,so würde das Resultat dieser Untersuchung doch nur für die neuenKessel gelten, nicht aber für denjenigen Zustand desselben, in welche«er nach mehreren Monaten fortgesetzter Thätigkeit kommen wird, wen»die verschiedenen Temperaturen sein Metall nach allen Richtungen ge«zerrt, wenn der Zusammenhang seiner Theile geschwächt, wenn ihnder Rost angegriffen haben wird u. s. w.
Eine andere Art, die Explosionen der Dampfkessel zu verhindern,besteht in den Platten von leichtflüssigen Metallen. Manbringt nämlich an einer Oeffnung des Kessels eine aus Blei, Zinnund WiSmuth legirte Platte an, die von dem Dampfe sofort ge-schmolzen wird, wenn derselbe eine bestimmte Temperatur erreicht.Die Engländer haben diese schmelzbaren Ventile nicht angenommen,vorzüglich aus dem Grunde, weil durch sie der Dampf völlig ausdem Kessel entweicht, und dadurch die Maschine zum Stillstehen ge-bracht wird, während die Klappenventikv sich nur dann öffnen, wennder Druck des Dampseö eine gewisse Größe überstiegen hat, und sichsofort wieder schließen, sobald der Druck des auf der Klappe liegen-den Gewichtes wieder stärker ist, als der des noch übrigen, in denKessel eingeschlossenen Dampfes. An demselben Uebel leiden auch dieverschiedenen dünnen Platten, die man an mehreren Orten desKessels angebracht hat, da durch sie, wenn sie platzen, der Dampfebenfalls gänzlich entweicht.
Sicherer als alle diese Mittel scheint das Manometer zu seyn.Dieses Instrument ist ganz dem gewöhnlichen Barometer analog, nurwird die Röhre desselben länger gemacht, in welcher Röhre nämlichdas Quecksilber nicht mehr durch den Druck der äußeren Luft, sonderndurch den Druck des in den Kessel eingeschlossenen Dampfes steigt undfällt. Da die Spannkraft des Dampfes wegen dem immerwährendenAustreten desselben in den Pumpenraum sich jeden Augenblick verän-dert, so wird der dabei angestellte Aufseher sogleich benachrichtigt, daßdie Röhre des Manometers durch Verunreinigung verstopft wordenist, während er bei allen jenen Ventilen die Gefahr erst bemerkt,wenn sie schon ganz nahe ist, wenn die Klappe sich hebt oder diePlatte in Fluß geräth. So lange also nur nicht ein gar zu hoherDruck des Dampfes gefordert wird, wozu nämlich die Röhre desManometers gar zu lang sein müßte, so lange scheint diese Art desSicherheits-Ventilö allen anderen vorzuziehen zu seyn, da der neben-