Band 
Dritter Band.
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Arago'S Aufsätze.

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jungen zeigen z. B. bei der Seine, daß ihr unter den Brücke» vonParis jährlich durchströmendes Wasser nur den dritten Theil deSRegenwasserS beträgt, welches jährlich auf daS ganze Gebiet diese«Flusseö mit allen seinen Nebenflüssen auf die Erde herabfällt. Diezwei anderen Dritthcile dieses Regens kehren folglich entweder aufdem Wege der Verdunstung in die Atmosphäre zurück, oder sie unter-halten die Vegetation und das animalische Leben, oder sie fließenendlich durch unterirdische Kanäle in daS Meer ab. Und eben so ver-hält eö sich, nach Arago, auch mit allen anderen Flüssen unsererErde. Die reichlichen Wassermassen, welche sie unaufhörlich auS demInneren des Festlandes gegen das Meer forttreiben, sind durchausnur ein sehr kleiner Theil desjenigen RegenwasserS, welches jährlich inden von ihnen durchströmten Gegenden des Festlandes niedergeht.

Nachdem der Verf. diese seine Hypothese von S. 123 —150auf daS eindringendste zu beweisen gesucht, geht er nun zu der näherenBetrachtung jener artesischen Brunnen über, und sucht zuerst die Artdarzuthun, auf welche daS Wasser dieser Brunnen, in der Forck vonSpringbrunnen, wenigstens oft über vie Oberfläche der Erde gewalt-sam aufsteigt. Zu diesem Zwecke nimmt er die Oberfläche der Erdeals auS drei verschiedenen Bodenarten bestehend an, die wahrscheinlichauch iu drei von einander sehr entfernten Perioden entstanden sind.Nämlich derUrboden, meist aus Granit bestehend; der secundäreBoden, der in der Gestalt weiter Becken der Ebenen, von Hügelnund Bergen umfangen erscheint, welche letztere in großen, unregel-mäßigen Massen schichtenweise aufgelagert sind, viele Sprünge undKlüfte haben, und oft großentheilS auS losen, das Wasser leichtdurchlassenden Steine und Sand bestehen. Ein Hauptbestandtheil die-ses secundärcn Bodens ist der kreidige Kalkstein, welcher gewöhnlichin allen Richtungen von unzähligen Fugen durchfurcht ist. Endlichder tertiäre Boden, der sich durch seine ihm charakteristischen Stra-tisikationen, d. h. durch solche Schichten zu erkenne» gibt, die sehrregelmäßig, nach Art der Steinlagen einer Mauer, auf einander ge-legt sind. In der Reihe dieser Schichten oder Blätter befinden sichauch regelmäßige Sandlager, die das Wasser sehr leicht durchlassen.

Die beiden letzten Bodenarten sind es, in welchen das durch denRegen auf die Erde gefallene Wasser, zum Theil durch seine eigeneSchwere, zum Theil durch den Druck des neu hinzukommenden, überihm stehenden Wassers, die Tiefe sucht, und sich äümälich in denvielen Klüften, Becken und Höhlen, welche in diese» Bodenarten sich