Band 
Dritter Band.
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Arago's A'ufsätze.

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fange unserer Zeitrechnung, d. h> seit etwa achtzehn Jahrhunderten?— Die Frage wäre ohne Zweifel sehr interessant. Aber wie sollman sie beantworten? Wie soll man nur nahe hin erfahren, ob dieseAbkühlung seit mehreren Jahrhunderten rasch oder langsam vor sichgeht; ob sie sehr viele oder nur sehr wenige Grade unseres Thermo-meters beträgt? Sollte sie so schnell vor sich gehen, wie wohl manchegeglaubt haben, so würde sich daraus' die so oft gehörte Klage, daßdie Sonne an Hitze abgenommen habe, so würde sich dadurch auchvielleicht die Erscheinung erklären lassen/ daß man in sitzt kalten Ge-genden z. B- am Ufer des Eismeeres, Ueberrcste von Thieren, beson-ders Elephanten findet, die sitzt nur mehr in der heißen Zone le-ben u. s. w.

Stellen wir uns ein Rad vor, daS an sider seiner Speichen einGewicht trägt, welches sich längs dieser Speichen, von der Achse biszum Umkreise des RadeS, verschieben läßt. Wenn man dieses Radz. B. durch eine Kurbel dreht, so wird man offenbar desto mehr Kraftanwenden müssen, das Rad zu drehen, si weiter die erwähnten Gewichtevon der Achse deü RadeS abstehen, obschon, bei allen Lagen dieser Ge-wichte, daö ganze Rad selbst immer gleich schwer bleiben wird. Alsoauch umgekehrt: wenn die Kraft, welche daS Rad dreht, immer dieselbebleibt, so wird das Rad in Folge dieser Kraft sich desto langsamerdrehen, si weiter jene Gewichte von der Achse abstehen.

Die Hitze dehnt bekanntlich alle Körper aus. Wenn ein Rad er-hitzt wird, so werden also auch ftine Speichen sich ausdehnen, sie wer-den länger, und daS Rad wird größer größer werden, d, h. die Theile,aus welchen diese Speichen und die Peripherie des RadeS bestehen,die kleinen Gewichtchen, aus welchen sie gleichsam zusammengesetzt sind,werden sich von der Achse entfernen, und daS Rad wird daher, beiderselben Kraft, wieder desto langsamer gehen, si heißer, und destoschneller, si kälter eS ist. Unsere Uhren zeigen dieß deutlich. Siegehen alle im Winter schneller und im Sommer langsamer, weil durchdie Kälte die BalaucierS der Unruhe zusammengezogen, durch die Wärmeaber ausgedehnt werden.

WaS aber von einem solchen Rade gesagt worden ist, gilt offen-bar auch von sider andern körperlichen Masse, z. B. von einer Kugel,von einem Kreisel, der sich, durch eine gewisse Kraft in Bewegunggesetzt, um seine Achse, um seine Spindel dreht. Wird die Kugeldurch Feuer erwärmt, so wird sie größer, und wird daher sich lang-

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