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Arago's Aufsätze.
Man darf voraussetzen, daß die Chinesen sehr früh auf dieseSchwierigkeiten gestoßen seyen, und daß sie ihr abzuhelfen gesuchthaben werden. In der That haben sie, nebst den erwähnten reinhieroglyphischen Zeichen, noch andere, die man phonetische nennenkann, die nicht mehr ganze Begriffe, sondern nur einfache Töne aus-drücken, und die daher als wahre Buchstaben, unseren alphabetischenähnlich, anzusehen sind. Um diese letzte Gattung von Zeichen leichterdem Gedächtnisse einzuprägen, wählten sie für jede solche phonetischeHieroglyphe zwar wieder das Bild eines irdischen Gegenstandes, dessenName aber in der chinesischen Sprache mit demjenigen Selbst- oderMitlauter anfängt, welchen sie durch dieses Zeichen ausdrücken wollen.Aus diese Weise würde z. B. in der deutschen Sprache der BuchstabeE durch das Bild eines Ei'ö, L durch ein Lamm, B durch einBlatt u. f. ausgedrückt werden, und um z. B. den Eigennamen desFlusses Elbe auszudrücken, würden wir bloß ein Lamm neben einBaumblatt malen, und am Anfang und Ende dieser kleinen Zeichnungein Ei setzen, wo dann sofort von Jedermann dieses Bildchen alsElbe gelesen werden würde, der nur, auch ohne der deutschen Sprachekundig zu seyn, weiß, daß die Buchstaben E, L und B durch einEi, durch ein Lamm und durch ein Blatt vorgestellt werden.
Ganz dasselbe hat nun Champollion auch bei den alten Ae-gyptiern gefunden, und er ist dadurch in den Stand gesetzt worden,eine große Anzahl der Inschriften dieses Volkes auf das glücklichstezu entziffern, wozu ihm allerdings die früher von Thomas Joungaufgestellte Bemerkung von »»gemeinem Nutzen war, daß die altenAegyptier, so oft sie mitten in ihrer hieroglyphischen Schrift jenephonetischen Zeichen brauchten, die letzten immer mit einer geometri-schen Figur, einen Kreis, einer Ellipse u. f. eingeschlossen haben, umsie von den eigentlichen Hieroglyphen zu unterscheiden.
Die Leser werden aus dem Vorhergehenden sehen, was sie vonder Lcctüre dieses Werkes zu erwarten haben; die Weise aber, wieihnen dieser interessante Inhalt geboten wird, werden sie am Bestendurch die Schrift selbst kennen lernen, deren nähere Bekanntschaft zumachen sie wohl keinen Anstand nehmen werden. Arag o'S hohe undüber das ganze Gebiet der Physik und Astronomie sich verbreitendeKenntnisse sind nicht minder rühmlich bekannt, als seine ganz vortreff-liche, wahrhaft gemeinverständliche Darstellung. Von dem Uebersetzerläßt sich mit Ueberzeugung sagen, daß er sein Original durchaus wohlverstanden, und vollkommen deutlich und bestimmt wiedergegeben habe