Band 
Dritter Band.
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Arago's Aufsätze.

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Felder und Weinberge in manchen Gegenden zu schützen sucht) ganzund gar keinen Nutzen gewähren, und daß es unendlich sichererist, wenn verständige Landwirthe den Ertrag ihrer Felder durch gegen-seitige Assecuranzgesellschaften unter einander zu verbürgen suchen.

In Bengalen erzeugt man eine große Menge Eis auf freiemFelde zur Nachtzeit, indem man das Feld mit Stroh bestreut, undsehr flache, weite, irdene Schüsseln, mit Wasser gefüllt, dicht nebeneinander auf den Boden aufstellt. Am Morgen findet man das Wasserin den Schüsseln gefroren, obschon daS Thermometer immer beträcht-lich über dem Nullpunkt gestanden hat. Man hielt dieses Gefrierendes Wassers bisher beinahe allgemein für eine Folge der starken Aus-dünstung des Wassers in den weiten, flachen Schüsseln. Aragoaber zeigt hier, S. 283, auf daö deutlichste, daß die nächtlicheWärmeausstrahlung des Wassers die eigentliche Ursache seinesGefrierens ist.

Nicht weniger klar wird S. 285 gezeigt, daß das bekannte Ver-fahren der Gärtner, zarte Pflanzen durch eine leichte Decke vonReißig vor dem Erfrieren zu schützen, in derselben Wärmeaus-strahlung dieser Pflanzen bei nächtlich heiterem Himmel zu suchen ist,und daß auch die Nebel, welche an heiteren Herbstabcnden an denUfern der Flüsse und Seen entstehen, denselben Ursprung haben, sowie endlich auch der Schutz, den die im Winter von Schnee bedecktenFelder von dieser Decke ziehen, die zwar vor allem die Einwirkungder rauhen und kalten Winde auf die die Felder bedeckenden Pflanzenabhält und mildert, die aber auch zugleich die Ausstrahlung dieserPflanzen, und dadurch ihre weitere Abkühlung verhindert.

Alle diese Gegenstände interessiren nicht nur den Physiker, denMann vom Fache, sondern auch den Landmann, ja Jedermann, dersich nur einigermaßen gewöhnt hat, über die ihm zunächst umgebendenErscheinungen der Natur Betrachtungen anzustellen, Betrachtungen,die oft sehr nahe mit seinem eigenen Wohl und Wehe, mit seinerGesundheit, mit den Erzeugnissen seines BodenS u. f. in nahem Zu-sammenhange stehen. Sie interessiren aber auch jeden Leser durchdie reine, klare und wahrhaft elegante Darstellung des Verfassers,dessen Meisterschaft im populären, und. daS heißt doch wohl im ge-meinverständlichen Vortrage, schon längst anerkannt ist. Mehrere derhier gesammelten, und unserer Lesewelt im deutschen Gewände dar-gebotenen Aufsätze sind als wahre Meisterstücke in dieser Art deS Ver-trag» anzusehen, wie z. B. der Aufsatz über den Wärmestand der