Band 
Dritter Band.
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Arago's^Aufsätze.

Erde In alten und neuen Zeiten, über die Bildung des Thaues, überdas Grundeis der Flüsse, über den Hagel u. f. Selbst manche vonden kurzen, oft nur ein einziges Blatt füllenden Darstellungen sind,so leicht sie auch hingeworfen scheinen, so sorgsam ausgeführt, soabgerundet und vollendet, daß man sie mit immer neuem Vergnügenwiederholt lesen, daß man die hohe Politur, welche ihnen der Ver-fasser gegeben hat, bei jeder Wiederholung mehr erkennen und be-wundern muß, und daß man am Ende zweifelhaft wird, ob man denGenuß, den uns ihre Lectüre verschaffte, mehr dem interessanten In-halte, oder der klaren, beinahe durchsichtigen Deutlichkeit der Dar-stellung, oder endlich der Schönheit und der leichten Eleganz des Ver-trags beimessen soll.

Wir wollen eS daher dem Uebersetzer dieser trefflichen Aufsätzegern Dank wissen, daß er uns dieselben auch in unserer vaterländi-schen Sprache so gut und treu wiederzugeben versucht hat. Da ersich über die Leichtigkeit des Stylö zu Ende der Vorrede des erstenTheils selbst hinlänglich geäußert hat, so dürfen wir nur noch den Wunschhinzufügen, daß die in der That nicht seltenen Druckfehler, auch deszweiten Theils, besonders die sinnstörenden, angeführt, und daß über-dies bei einer neuen Ausgabe die Maße deö Orginals durch die beiunö gebräuchlichen ersetzt werden mögen. So viel man auch zumVortheile der neuen Decimal-Eintheilung der Maße und Gewichtesagen kann, so sind sie doch dem größeren Theile unserer deutsche»Leser, wenn auch bekannt, doch nicht geläufig genug, um ohne Wider-streben aufgenommen zu werden. Warum sollten auch, bei derUeber-setzung eines in einer fremden Sprache verfaßten Buches, die denmeisten von uns eben so fremden Wörter Metre, Decimetre,Lieue, Litre, Gramme, Thermometer-Centigrade «. dgl.nicht ebenfalls in die uns gewohnten Ausdrücke übersetzt werden? Mußdies nicht der Leser, müssen dies nicht alle Leser deö deutschen Buchesthun, bloß weil es der Uebersetzer auch nicht ein einziges Mal thunwollte? Unsere Uebersetzer, ich meine die besseren, zu denen auch Hr.v. Remy mit Fug und Recht gezählt werden muß, denn die anderenhaben sich ihr Urtheil längst schon selbst gesprochen, und verdienenkeine weitere Erwähnung — unsere besseren Uebersetzer also habenbeinahe alle noch sich dieser Bequemlichkeit hingegeben, und dadurch dieLectüre ihrer Schriften den Lesern oft sehr unbequem, ja zuweilenganz unverständlich gemacht, indem sie z. B. lüeue oder Uesgue kurz-weg durch Meile, kieä oder loot durch Fuß, lotse oder Vsrä