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Dritter Band.
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bibri, distoirs äes mstkem»tigus».

über das ganze Land verbreitet, und die von Cordova allein enthieltsechsmal hundert tausend Bände.

Ueber die Verdienste der Klöster im Mittelalter um die Erhal-tung der Schriften der Griechen und Römer sind S. 156—162 in-teressante Nachrichten zu lesen, so wie S. 164 über die Herrschaftder Araber in Sicilien, und S. 168 in Norditalien, wo Gerhardvon Cremona die erste Uebersetzung des AlmagesteS und Plato vonTivoli die mehrerer griechischen Geometer geliefert hat.

In dem Eommcntar des ProcluS über das erste Buch Euclid'Sfindet man einen Ausdruck, durch welchen die Pytbagoräer die Ver-hältnisse der drei Seiten eines rechtwinkligen Dreiecks in ganzen Zah-len auszudrücken pflegten. Dieser Ausdruck kann auf folgende Glei-chung zurückgeführt werden:

wo man z. B. 3 gleich 3 oder 5 oder 7 u. f. setzen kann.Plato aber würde diese Gleichung folgende Form annehmen:

/ ->2 >2 / g 2 >2

,2 ^ ^ 1

Nach

4

wo z. B. 3 gleich 4 oder 8 oder 12 u. s. ist.

S. 211 wird die bekannte Geschichte von der Verbrennung derBibliothek zu Alerandrien durch Omar discutirt. — Gibbon, Renau-dot u. A. haben sie für eine Fabel erklärt. Man hatte für dieseErzählung bisher immer nur den Geschichtschreiber Abulpharage an-geführt, und man weiß, daß sie nicht in dem syrischen Texte, sondernnur in der arabischen Uebersetzung dieses Textes enthalten ist. Eu-tychius und OrosiuS, zwei gleichzeitige Schriftsteller, schweigen davon,und der letzte sagt sogar, daß diese Bibliothek schon früher von denChristen zerstört worden sey, und daß man zu seiner Zeit nur mehrdie leeren Schränke gesehen habe. Der berühmte Orientalist Sylvestrede Sacy hat uns jedoch gezeigt, daß mehrere arabische Schriftstellerdiese Erzählung von Omar enthalten, aber unser Verfasser will ihmS. 212 nicht recht beipflichten, aus Gründen, deren Gewicht nichteben sehr groß scheint.

Ueber den Fortschritt der Araber in der Uhrmacherkunst wirdsonst immer die Uhr angeführt, die Karl der Große von dem Chalifenin Bagdad erhalten haben soll. Man wußte aber nichts Näheres vondiesem Kunstwerke. Neuerlich hat man die umständliche Beschreibungeiner solchen arabischen Uhr in DamaS kennen gelernt, die S. 2l4mitgetheilt wird, und man sieht, daß die arabischen Mechaniker schonweit in dieser Kunst vorgerückt waren.

Wichtiger noch ist die S. 215 u. f. eingeschlagene Untersuchung,ob die Orientalen der früheren Zeit schon das Fernrohr gekannthaben. Nach einer unter den Muselmännern sehr verbreiteten Tra-dition soll auf dem Leuchtthurm von Alerandrien ein großer Spiegel