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l.ibri, bistoirs äos mstlivmstiquer.
rangen. Das dritte Buch dieser Schrift bat nämlich den Titel: Da^IZsdrs, iü csl, äs rsgtaurationc convcnienti circa kractursm ct äis-solulioncm ossium Dieses Wort ,,/UZebra", das im Arabischen„Wiederherstellung" heißt, wurde also schon im dreizehnten Jahrhundertim Abendlande mit doppelter Bedeutung, in die Medizin und in dieMathematik, aufgenommen. Die medizinische Bedeutung hat sich beiuns bald verloren, aber im Spanischen und Portugiesischen heißt derChirurg noch jetzt ^IZedrisla. — Wichtiger noch ist eine andere Stelledieser Schrift, auö der hervorzugehen scheint, daß schon im dreizehntenJahrhundert die Syphilis in Europa bekannt und selbst sehr verbreitetwar. Die Aerzte dieser Zeit spielten, besonders in Italien, eine großeRolle. Schüler der Araber, scheinen sie von diesen auch den politischenEinfluß ihrer Lehrer im Oriente geerbt zu haben. In Italien bildetensie eine eigene, sehr angesehene Kaste, genossen große Privilegien, undzeichneten sich auch durch eine besondere, sehr reiche Kleidung auS.Mehrere unter ihnen häuften auch große Reichthümer auf. Unter an-dern wurde der berühmte Taddeo von Florenz zu dem Papste Hono-riuü IV. gerufen, um ihn in seiner Krankheit zu behandeln, wofür ertäglich 100 Dukaten in Gold und nach der Heilung deS Papstes vondiesem noch ein Geschenk von 10,000, sage zehn tausend Dukaten er-hielt. Im elften Jahrhundert und früher waren die Aerzte meistensMönche, aber später wurde den Geistlichen die Ausübung der Medizinuntersagt.
Die Universitäten jener Zeit in Italien waren sehr besucht. NachTiraboschi (storia üclla Icll. ilsl.) wurde z. B. die Universität vonBologna von Franzosen, Deutschen, Flamändern, Spaniern, Englän-dern u. s. w. besucht, und zählte jährlich bis 10,000 Zuhörer. Meh-reren Professoren wuchs ihr Auditorium so an, daß sie keinen Saalfinden konnten, die Menge aufzunehmen, und daß sie ihre Vortrügeunter freiem Himmel geben mußten. Von den verschiedenen Regie-rungen erhielten sie Privilegien und Immunitäten aller Art, und siehatten auch ihre eigene Gerichtsbarkeit. Die Universität von Bolognasoll schon von Theodosius gegründet und von Karl M. restaurirt wor-den seyn, was aber wohl nicht bewiesen werden kann. Vor dem drei-zehnten Jahrhundert eristirte selbst in Italien noch keine eigentlicheUniversität, und noch weniger in den übrigen Ländern Europas. Dieersten hatten gewöhnlich nur drei Professoren, für die Theologie, Juris-prudenz und Medizin, zuweilen wurde noch ein Professor für dieRhetorik und einer für die Philosophie hinzugefügt. Bald aber mußte,nach dem Erfordernisse der Zeit, auch ein Lehrstuhl der Astronomie,d. h. eigentlich der Astrologie, hinzugefügt werden. So sieht manschon um das Jahr 1300 den damals berühmten Cecco d'AScoli alsProfessor der Astrologie in Bologna unter dem unmittelbaren Schutzevon Rom, derselbe, der einige Jahre später von der Inquisition zuFlorenz zum Feuertode verdammt wurde, weil er Astrologie gelehrthat. WaS ihre Besoldungen betrifft, so hatte z. B. im Jahre 1260an der Universität zu Licenza der Professor deS kanonischen Rechts