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Dritter Band.
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lckbri, kistoirs äes matkömstigns».

Den größten Dienst, den Marco Polo, der zu seiner Zeit von seinenZeitgenossen als ein Phantast und Lügner belächelt wurde, uns durchseine Reise und durch seine Beschreibung derselben erwiesen hat, istder, daß diese Schrift den großen ColumbuS ermunterte, das großeschöne Land Lip-mzm (China) auf einer Reise gegen Westen zu er-reichen, wodurch er auf die Entdeckung von Amerika geführt wurde.

Unter den Mathematikern Italiens im dreizehnten Jahrhundertwird auch Dante, der große Dichter, genannt, weil er in seinenGedichten wenigstens solche Kenntnisse der Mathematik und Astronomiezeigt, die für jene Zeiten nur den Gebildetsten eigen seyn konnten.Boccaccio erzählt uns, daß man in dem Hause Dante'S, auS demer als ein Verbannter entfliehen mußte, bei der Plünderung desselbendurch den Pöbel in einer Kiste die sieben ersten Gesänge seines großenGedichtes gefunden hatte. Lambcrt Frcücobaldi, ebenfalls ein Dichterund der persönliche Feind Dante'S, wurde von der Schönheit dieserGesänge ergriffen, und schickte sie ihm in die Verbannung nacb. Ohnediese edle Handlung würde Dante sein großes Gedicht nie fortgesetzthaben, und die Nachwelt wäre dessen für immer beraubt geblieben.Sonderbar genug sollen auch die dreizehn letzten Gesänge desselbenGedichtcS erst nach dem Tode deS Dichters durch einen ähnlichen Zu-fall entdeckt und erhalten worden seyn. — Die Astronomie erlernteer von Cecco d'AScoli, dessen eigentlicher Name FraanceSco Stabiliwar, und der in Florenz als Professor dieser Wissenschaft angestelltwurde. Auch Ascoli reihte sich bald in die Reihe der heftigsten FeindeDante'S ein, wie man aus dessen (Ascoli's) Gedichte: ^oerds, sieht.AScoli wurde später, im Alter von 70 Jahren, zu Florenz als Astro-log zum Feuertod verdammt, den er auch im Jahr 1327 erlitt. Nachihm wurde Andalone del Nero oder de Negro, ein Genueser, Pro-fessor der Astronomie in Florenz. Wir besitzen von ihm noch eineSchrift über das Astrolabium, das zum ersten Male im Jahre 1475zu Ferrara gedruckt wurde. Negro war der Lehrer ConradS, desBischofs von Fiesole, der sich als astronomischer Schriftsteller bekanntgemacht hat, und Boccaccio'«?. Seine großen Reisen benutzte ervorzüglich zur Verbesserung der sehr fehlerhaften geographischen Kartenseiner Zeit.

Der Verfasser ist der Ansicht, daß das vierzehnte Jahrhundertsehr reich an mathematischen und astronomischen Schriftstellern in Ita-lien gewesen ist. Er citirt Brunelleschi, Paul Toscanelli, Leonhardvon Pistoja, Gherardi, Strozzi, Paul Dagomari, welcher letzte, erstarb im Jahre 1365, von seinen Zeitgenossen der erste allerGeometer genannt worden ist; ferner Danti d'Arezzo, RaphaelConacci, Beldomaldo auS Padua, Pelacani aus Parma u. a. m.,von deren Arbeiten und Schriften wir aber meistens nur Manuskripte,und auch diese oft nur in Fragmenten besitzen. So viel scheint derVerfasser aus diesen zerstreuten Ueberbleibseln zu folgern, daß manin Italien im vierzehnten Jahrhundert die Auflösung der kubischenund höheren Gleichungen nicht kannte, da die darüber bekannt ge-