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An der Spitze dieser Restauratoren des Alterthums glänzt derunsterbliche Petrarca. Die Verdienste dieses außerordentlichen Man-nes werden S. 243 mit würdigen, wenn gleich nur flüchtigen Zügengeschildert, so wie auch S. 252 die von Boccaccio. Beide, be-sonders aber der erste, haben vielleicht mehr, als alle ihre Nachfolger,dazu beigetragen, der neueren Literatur und der ganzen wissenschaft-lichen Bildung Europas jene Richtung der alten Römer und Griechenzu geben, die setzt noch bei unö so vorherrschend ist, auch bei denenunserer heutigen Schriftsteller, die selbst nicht weder Griechisch nochLatein verstehen, da uns allen der Geschmack und die Darstellungö-weise der Aiten nicht nur aufgedrungen, sondern in unser innerstesMark eingeimpft und gleichsam zu unserer zweiten Natur gemachtworden ist. Von dem Anfange des fünfzehnten bis zu Ende deSachtzehnten Jahrhunderts blieben die griechischen, und vor allen dierömischen Schriftsteller die Muster, von denen sich die Neueren nichtentfernen durften, ohne sich zugleich, nach der Meinung aller ihrerZeitgenossen, von der Wahrheit und Schönheit selbst loszusagen. DieseUmbildung unseres Geschmacks wurde Jahrhunderte durch auf einesehr geschmacklose, sa barbarische Weise betrieben. Die Landesspracheselbst wurde verläugnet oder doch gänzlich vernachläßigt, und wer nichtdurchaus Latein schrieb, mußte wenigstens seine Muttersprache mit soviel lateinischen Lappen, als nur immer möglich, besetzen, um füreinen gebildeten Schriftsteller zu gelten. Selbst die Volküschriften unddie Predigten für die untersten Klassen mußten mit diesen Zierathenversehen seyn, wenn sie auf Beifall rechnen wollten Unsere ganzeLiteratur schien in eine bloße mechanische, oft wahrhaft barbarischeNachahmung der Alten zusammengeschrumpft, oder in eine immerwäh-rende Citation der Alten aufgelöst zu seyn. Leonhard Arctin schriebseine Geschichte „von der Florentinischen Republik" sogar in griechi-scher Sprache, und sein Beispiel fand mehrere Nachahmer unter denitalienischen Historikern jener Zeit. Wie konnte eS fehlen, daß das-selbe Alterthum, das uns unsere Sprache, unsere DarstellungS-,unsere ganze Denkweise genommen hatte, nicht auch unsere Gesetze,unsere Sitten und Gebräuche hätte nehmen sollen. Aber dies warendie Sitten eines bereits im moralischen Verfall begriffenen Volkes,
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