koutscoulsnt, präcis ä'sstronomis.
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terliegt, und wo seine Rotation gleichförmig ist, vielen Schwierigkeitenunterworfen. Aber mit Hülfe jener Theorie kann man von diesemFalle sogleich zu dem viel complici'rteren übergehen, wo auch nochfremde, äußere Kräfte aus den rotirenden Körper wirken, wie z. B.der Mond und die Sonne auf die an ihren Polen abgeplattete Erde.Diese sinnreiche und fruchtbare Theorie der Variation der Constantenhat uns nicht nur die bisher bekannten Ungleichheiten der Bewegungennäher und besser kennen gelernt, sondern sie ist auch ein mächtigesBindungsmittel geworden, durch welches die bisher zerstreuten einzelnenTheile der „Mechanik deö Himmels" zu einem großen Ganzen ver-bunden werden konnten. Alle die mannigfaltigen Probleme der Astro-nomie, von denen früher jedes für sich durch besondere Methodenbehandelt werden mußte, werden jetzt sämmtlich durch eine und dieselbeAnalyse umfaßt und aufgelöst, und dadurch hat das Studium dieserWissenschaft eine Einförmigkeit und Allgemeinheit erhalten, durchdie der Fortgang derselben nicht anders als ungemein befördert wer-den muß.
Ein anderer Fortschritt der Wissenschaft in den letzten Decennienbesteht in der Vervollkommnung der astronomischen Tafeln, dieser ei-gentlichen Basis der ganzen Astronomie. Die Sonnentafeln, die De-lambre im Jahr 1806 construirt hat, sind ganz auf die Beobachtun-gen gegründet, die Bradley und vorzüglich Maökelyne in Greenwichangestellt hat, und sie sind jetzt noch, bis auf einige geringe Verbesse-rungen, als die besten ihrer Art geschätzt. Burckhardt hat nämlich imJahr 1816 kleine Correctionen in der Epoche, in dem Ort deS Pe-rigeums und in der Ercentricität dieser Tafeln vorgeschlagen, währender vorzüglich die Masse der Venuö etwas kleiner annahm, als sieDelambre vorausgesetzt hatte. Airy in England hat im Jahr 1827diese Correctionen durch seine Rechnungen bestätigt, ihnen noch einegeringe Verminderung der Marömasse und, was wesentlicher ist, eineneue Störungsgleichung beigefügt, deren Argument 13 o — 8 ? undderen Coefficient 2'/ja Secunde beträgt, wo K und H die Länge derErde und der Venus bezeichnet. Seitdem hat Bessel in Königsberg,durch eine strenge Vergleichung der alten Bradley'schen Beobachtungenmit seinen eigenen, mehrere kleine, aber für den gegenwärtigen Zu-stand der Astronomie doch immer sehr wichtige Correctionen der Son-nentafeln von Carlini (die von den erwähnten Tafeln Delambre'Sgrößtenteils nur in ihrer äußeren Form verschieden sind) gefunden,die von den Astronomen sogleich aufgenommen, und seitdem zur Be-rechnung der Ephemeriden von Berlin, Paris, Mailand u. f. gebrauchtworden sind. Derselbe Bessel hat uns, als Resultat seiner langjäh-rigen Bemühungen mit diesem Gegenstände ganz neue Sonnentafelnzugesagt, denen die Astronomen mit Sehnsucht entgegensehen.
Die Tafeln von Merkur, Venus und Mars, die uns Lindenauzu Ende dcü vorigen Jahrhunderts gegeben hat, konnten bisher keineneuen Bearbeiter finden, obschon sie, wie die Beobachtungen zeigen, nochmancher Verbesserungen bedürftig sind.