2. 2. v. Littrow's Biographie.
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corrigirte» Copien nach Petersburg giengen. Allein alle diese Vor-gänge, so schlagend sie waren, brachten Jakoffkin und seine Parte»nur doppelt in Harnisch; sie suchten nun auf alle Art Anlässe, umihren Gegnern zu schaden, oder wenigstens sie zu kränken. Leiderschenkte der Curator Herrn Jakoffkin vor wie nach seine Gunst; aufeine energische, ja unter den dortigen Verhältnissen, gefährliche Vor-stellung von den sämmtlichen Professoren gegen die Anmaßungen Ja-koffkin'S, erhielten sie von Petersburg die Antwort, daß sie künftigsich streng an die bestehende Verordnung zu halten hätten, vermögewelcher amtliche Eingaben durchaus auf inländischem Papiere von ge-wissen Dimensionen zu schreiben wären (man hatte nämlich aufgroßem französischem Velin jene Vorstellung auf das schönste copirenlassen), ohne daß irgend weiter auf den Inhalt der Protestation ein-gegangen worden wäre. Die Wahl der UniversitätS-Dignitäre, durchderen Bestätigung die Anstalt später eröffnet wurde, war endlich vor-gefallen, und Jakoffkin war nicht, wie er doch sicher erwartete, zumRector gewählt worden. Darüber von neuem ergrimmt, suchte er,um nur eine seiner Proceduren umständlicher zu erwähnen, eine ein-fache Thee- und Spielgesellschaft, die übrigens nach von ihm dazuertheilter Erlaubniß, im Hause eines Gymnasiallehrers unter Theil-nahme einiger deutscher Professoren ein paar mal stattgefunden hatte,und dann von selbst eingegangen war, auf alle Art zu verdächtigen,hielt ein förmliches Verhör mit dem armen Lehrer, der sich umsonstauf die gegebene Erlaubniß und die Unschuldigkeit jener harmlosenUnterhaltungen berief, sprach von geheimen Zusammenkünften ver-rätherischer Ausländer u. s. w. Obschon er bei der unangreifbarenRechtlichkeit der deutschen Professoren gezwungen war, endlich diesenund so viele ähnliche Umtriebe ohne die gewünschte Wirkung auf-zugeben, obschon im I. 18l2 sein Beschützer Rumowüki starb,hörten seine Verfolgungen nicht auf, und steigerten endlich das Bangeder Lage jedes deutschen Professors zu einer unerträglichen Höhe, alseine Verordnung erschien, daß künftig jeder Chef einer Versammlungfür die ausländischen Mitglieder derselben gut zu stehen habe, unddie, für welche er nicht gut stehen könne, sofort in die entferntestenStädte oder über die Grenze zu schaffen seien. „Mit welchem Tone,mit welchen Augen hat er uns das vorgelesen" schreibt Littrow den12. September 1812 an StaatSrath N. Fuß, den damaligen be-ständigen Secretär der Petersburger Akademie der Wissenschaften „eSfragte einer von unS, der nicht recht verstanden, ob daS ganze Con-seil gut stehen sollte; „„Nicht das Conseil"" schrie er: „„Ich, derDirector!"" — Wenn der Curator noch lebte, hätten wir in dieserArt nichts zu besorgen; aber eben dieser Tov, der seine Kräfte lähmt,macht ihn doppelt wüthen .... Er soll für uns gut stehen! Erbraucht nicht zu beweisen, nur nicht gut zu stehen, um und zu ver-derben. Und wir sollten noch hoffen? u. s. w.
Endlich wendete sich diese unglückliche Lage der Dinge zumBessern. Der neue Curator, Soltikvw, ein durch hohe Bildung und
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