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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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Gewicht nach gemacht, wo der Thon z8 Prozent Alaunerde hielt, so, daß in demGemenge wirklich nicht mehr als ohngefähr -8 Prozent ungebrannte Alaunerde war.

Tausend Theile (dem Gewichte nach), wurden in einer Temperatur von gs Graden,mehrere Monate lang unterhalten, dann 8 Tage lang in einem Aufwärmeofen, dessenHitze auf looo Grad geschaht wurde, gebrannt. Hierdurch wurden diese iooo TheileAuf 940 zurückgebracht. Und nachdem diese hernach noch ferner in einem Glasofenfeuervon ohngefähr 9000 Grad gebrannt wurden, kamen sie auf 879 Theile herunter.

Dieses zeigt, wie viel flüchtige Theile noch in dem Thon zurückbleiben, wenn ergleich bey sehr hohen Temperaturen gebrannt wurde, und mit welcher Mäßigung mandas Feuer leiten müsse, damit er nicht in Stücke zerspringe.

§- 25.

Solange der Thon nicht gebrannt ist, behält er die Fähigkeit, bey niedrige»Temperaturen, Wechselsweise, einen Theil seiner Feuchtigkeit durch Erhöhung derTemperatur zu verlieren, und sie wieder einzuschlucken.

Tausend Theile des vorigen Gemenges wurden, bey 35 Grad Wärme getrocknet,aewogen, und ein Jahr lang in einer Häfenkammer, den hygrometrischen Einflüssen desLuftkreifes überlassen, ohne daß jedoch die Temperatur unter 6 Grad gefallen wäre. IhrGewicht hatte um 29 Theile, die sie verschluckten, zugenommen, und diese verlohren sievon neuem in einer Kammer von 3; Grad Wärme. Hieraus ersieht man deutlich, wienöthig es sey, die Behältnisse zum Trocknen, und die Häfenkammern vor den Wirkungender Feuchtigkeit zu schützen, und Häfen, die darin ohne Feuer gestanden haben, vonneuem zu trocknen, ehe man sie braucht.

' §. 26.

Nach Maaßgabe, als der Thon in höhere Temperaturen übergehet, und seineflüchtigen Substanzen verliert, ziehen sich seine Theile näher zusammen, der Raum,den er einnahm, wird kleiner, und seine Härte nimmt zu.

Das Schwinden des natürlichen und rohen Thons ist bey dem Brennen destobeträchtlicher, je mehr er Alauuerde enthält. Es ist in verschiedenen Gemengen mitSand oder Cement (gebranntem Thon), desto geringer, je größer die Menge diesesletzlern in demselben ist.

Tausend Theile (der Länge nach) reiner Alaunerde, bey 35 Grad der Temperaturgetrocknet, kamen durch das Brennen in einem Glasofenfeuer von ohngefähr ycoo Graden,auf 715 Theile zurück, und sind also um 28; Theile geschwunden. Mithin verhaltensich die Räume des nämlichen Stücks, bey 3; und 9200 Grad Temperatur, wie dieZahlen 1000* und 715 3 — 1000 jh 36s, das heißt, durch das Brennen vermindertsich die Abmessung nach der Länge, ohngefähr auf zwey Drillheile, und der körperlicheRaum auf ein Dritcheil.