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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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Ein schicklicher Zusah von gebranntem Thon, oder Sand zu dem rohen Thon, obderselbe gleich schon eine starke Dosis Kieselerde oder Sand enthält, und deswegen nie sostark, wie reine Alaunerde schwindet, ist sehr nützlich, jenes Schwinden zu vermeiden.Durch dieses Mittel vermindert man es wenigstens beträchtlich, und folglich auch dieRisse und Sprünge der Oefen. Denn man weiß, daß diese Sprünge, wenn sie beträchtlichsind, leicht den Einsturz des Gewölbes verursachen können; und wenn sie sich auch nurtheilweise vorfinden- so können doch die Flamme und die Dünste der Schmelzmittel garbald bewirken, daß ein Regen von Glastropfen herab in das Glas der Häfen fällt, diesesfehlerhaft macht und oft nöthiget, die ganze Fabrikation einzustellen.

Das Schwinden eines Gemenges von Thon und Cement , oder Sand, ist bey denkleinen Theilen des Cements oder Sandes, die miteinander in genaue Berührung gebrachtsind, nicht sehr merklich. Eben so wenig ist es bey dem ganzen Antheil von Alaunerdemerklich, der nöthig wäre, um die leereu Zwischenräume zwischen dem Cement oderSandkörnern auszufüllen. Das Schwinden wird nur bey demjenigen Antheil vonAlaunerde bemerkbar, welcher jene Menge überschreitet. Aus dieser Ursache vermindertsich die Größe des Schwindens des Thons desto geschwinder, je mehr die Dosis vonCement in dem Gemenge zunimmt. Es ist oben z. B. gezeigt worden, daß das Schwinden(der Länge nach) einer reinen Alaunerde, im Glasofenfeuer, 28; auf 1000 beträgt,daß folglich die Verminderung des körperlichen RauinS gleich 635 auf 1000, oderohngefähr f des anfänglich bey 35 Grad Temperatur gemessenen Raums sey; wenn manaber-Thon anwendet, der 38 Procent Alaunerde enthält, und 3 Theile desselben mit2 Theilen Sand oder Cement mengt, so daß eigentlich nur 2; Procenl Alaunerde in demGemenge ist, so wird das Schwinden der Länge nach kaum 19 bis 20 auf das 1000betragen.

Die Bestimmung dieser Größe, so geringfügig sie auch scheinen mag, ist dennohngeachtet für den Glasmeister keine gleichgültige Sache; sie beträgt ohngefähr 2 Zollauf den Durchmesser eines Ofens von 8 Fuß, und dieses Schwinden könnte sehrnachtheilige Zufälle verursachen, wenn man keine Vorsichtsmaaßregeln dagegen ergriffe.Eben deswegen ist der Schnitt und die Bauart des Gewölbes eine sehr wichtige Sache,damit alle Theile desselben sich bey dem Schwinden gehörig aneinander stützen, und sogestellt sind, daß sie sich bey der hierdurch veranlaßten Bewegung nicht voneinandertrennen.

Man hat durch verschiedene Versuche mit sehr feinem, durch ein Beckersieb gesiebtem,Cement von alten Häfen, gefunden, daß das Schwinden im Brennen fast unmerklich ist,wenn man 1 Theil ungebrauchte Alaunerde gegen 4 Theile Cement (dem Gewicht nach)gebraucht.

Gesetzt nun, man sollte das Schwinden eines Gemenges von 7; Theilen Thon,und 25 Theilen Cement, bestimmen, wenn der Thon 38 Prozent Alaunerde enthält; soverfährt man folgendermaßen: Die 75 Theile Thon enthalten 28 Theile Alaunerde,es bleiben also 72 Theile Kieselerde und Cement; davon ist der 4te Theil --- 18- Diese

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