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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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durchschwitzt, so hat man an der Hohe abgebrochen,, und man geht bey demSpiegelmachen nicht über 36 Zoll.

c) Damit man die Hafen leicht und sicher in dem Ofen manipuliren kann, ist einmaldie runde Form die schicklichste. Nächstdem müssen sie unten dünner wie oben,das heißt, ihr unterer Durchmesser muß kleiner als der obere seyn; denn wärensie ganz cylindrisch, so würde zu wenig Raum zwischen den Häfen bleiben,die Flamme kann nicht gehörig um sie herum spielen, und vorzüglich würde esunmöglich seyn, mit Instrumenten dazwischen zu kommen, wenn ein Hafen,der schadhaft geworden ist, aufgebrochen werden soll; denn bekanntlichschmelzen sie so fest an die Bänke an, daß man oft die größte Mühe hat sieloszumachen; gemeiniglich muß der Ofen wieder in die größte Hihe gebrachtwerden, damit die angeschmolzenen Theile weich, und folglich leichter losgebrochenwerden können. Auch trägt diese Verengerung nach unten zu dem leichterenSchmelzen des Glases bey , denn der Boden des Hafens ist allemal der kältesteTheil, weil ihn das Feuer nicht treffen kann, und je kleiner er ist, desto besserwird es seyn. Indessen muß Loch dieses auch seine Gränzen haben. Hat derHafen eine zu kleine Grundfläche, so ist er dem Umfallen leicht unterworfen,vorzüglich aber verliert man zu viel an dem körperlichen Inhalt, und folglichan der Glasmenge. Ueberdies widerstehet ein so gestalteter Hafen auch demDrucke des Glases besser, und baucht sich nicht so leicht. Endlich ist es gut,wenn man den oberen Rand des Hafens etwas einwärts biegt, und dadurcheinen Wulst nach innen zu bildet, siehe Fig. c 5 ., dieses verstärkt nicht nurdiesen ohnehin schwächsten Theil, sondern man kann ihn unter diesem Wulstmit Haken fassen, an einer Seite in die Höhe heben, hin und her rücken,und ihm so die erforderliche Stellung im Ofen sehr leicht verschaffen.

Diesemnach erhält also der Hafen die Gestalt eines umgekehrten abgekürztenKegels, und es bleibt nichts übrig als das Verhältniß seiner beyden Durchmesserzu bestimmen. Um nicht zu viel an dem körperlichen Inhalt zu verlieren,macht man den Unterschied dieser Durchmesser so klein wie möglich, undgerade nur so groß, daß man mit den eisernen Instrumenten, deren Größeallemal mit der Größe des Ofens im Verhältniß stehet, dazwischen kommenkann; hierzu sind ohngcfähr 4—5 Zoll Raum nöthig in dem größten jOsen,und eben soviel muß der Unterschied der beyden Durchmesser betragen. Wäredemirach ein Hafen oben 32 Zoll weit, so müßte sein unterer Durchmesser etwa28" Zoll betragen, das heißt, man theile den oberen Durchmesser in 7 oder8 Theile, und nehme davon 6 oder 7. Theile für den unteren Durchmesser.Oder da dieses Verhältniß bey großen Häfen zu groß werden könnte, so macheman den kleinen Durchmesser allemal 4 Zoll kleiner als den großen. Nachdiesen gegebenen Stücken ist es nun ein leichtes, den körperlichen Raum, denein Hafen in dem Ofen einnimmt, die Menge Glas, die er halten kann, unddie Menge Thon, welche dazu erfordert wird, zu berechnen; und da diese