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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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aufaefubtte€irfttUttt «9 enthalten; übrigens wird in diesem Ofen, zurErsparungdes Holze-« blos mit den Kohlen gefeuert, die aus dem großen Glasofen abfallen.Der größere Theil des Ofens muß in der kleinen Hafenkammer stehen, weil dadie höchste Temperatur nöthig ist. Bey dieser Einrichtung begreift man leicht,daß alle erforderliche Temperaturen hervorgebracht werden können. Der Theilder großen Häfenkammer, welcher am weitesten von dem Ofen entfernt ist, hatdie niedrigste Temperatur: diese steigt, je näher man dem Ofen kommt, und in

' der kleinen Häfenkammer ist sie am größten, wo dann auch die zum Gebrauche»»nächst bestimmten Häfen dicht l,m den Ofen gestellt und leicht bis zu einerTemperatur von zo — 35 Graden gebracht werden können. Man hat also nichtsnr thun als die Häfen nur immer nachzurücken, so daß die jüngsten immer dieentferntesten von, Oft" sind. Die Gerüste, auf welchen die Hafen stehen, bestehenaus 0 ftufj weil vonemander entfernten Böcken, über welche oben und unten»wen starke etwa 10 Zoll weit voneinander entfernte Balken gelegt werden, sodaß man zwischen jede zwey Böcke z Häfen unten und eben so viel oben stellenkann Es ist gut, wenn man einem jeden Hafen sein Hafenbret laßt, sodannman ihn desto sicherer von einem Orte zum andern bringen; nur muß der Hafen,sobald er trocken genug ist, in die Höhe gehoben und z Stück Backsteine unter-gelegt werden, damit auch die Luft die untere Flache seines Bodens berühre, undso die vollkommene Austrocknung bewirken kann. Ein auf diese Weise einge-richtetes Hafenhaus wird dem Endzweck vollkommen entsprechen; und wird beyden übrigen Behandlungen die nöthige Vorsicht und Aufmerksamkeit gebraucht,so darf man sich sehr gute und lange dauernde Häfen versprechen, wie mir dennBeyspiele vorgekommen sind, daß man in einem Jahr nur 20 Häfen gebrauchthat An manchen Orten, wie zu Lettenbach in Lothringen , ist das ganze Hüt-rengebäude nnterwölbet, und die Kohlen aus mehreren Schmelzöfen fallenunmittelbar in das Gewölbe. Wer eine solche, freylich sehr kostbare Einrichtunghat, kann ein eigenes Hafenhaus ersparen, und in diesem Gewölbe die Ein-richtung sehr gut nckchcn.

a) Zu dem Brennen der Häfen hat man entweder abgesonderte Oefen, die für sich

H gehecht'werden, oder sie sind an den Schmelzofen angehängt, und empfangenvon diesem merstemheils das Feuer. Die erstere Art ist 3 Fuß über dem Fußbodenviereckig und etwa i Fuß höher als ein Hafen ist, aufgeführet. In dem unternmassiven Theile befindet sich ein Kanal 2 Fuß weit und hoch und so lang als derOfen ist, welcher mit der hinten durch eine 2 Fuß lange und 1 Fuß breiteOeffnung in Verbindung stehet. I» den Kanal wird das Feuer gemacht, unddie Flamme schlägt durch die hintere Oeffnung in den Ofen, macht diesen glühend,und brennt den hineingeseßten Hafen. Man muß kleinere und größere Oefe»haben, um eine oder mehrere Häfen zugleich brennen zu können. Diese ArtOefen müssen für jeden Hafen besonders angeheilet werden; es ist nicht leicht,die Temperatur in kleinen Stufen nach und nach zu erhöhen, und sie kosten sehr