eine Länge mit den'Gängen oben und unten von 50 Fuß erfordert wird.muß st» die große Häfenkammer noch eine kleinere stoßen, die etwa nur 8— 10Häfen hält, welche hier vermittelst eines Stubenofens die höchste Temperatur vongO — 3S Graden erhallen; diese Kammer kann zur Länge die Breite desGebäudes, zur Breite aber etwa loFuß erhalten. Mithin wäre die ganze innereLänge des Gebäudes 60 Fuß, die Breite aber 2 s Fuß.
2. Was aber die innere Einrichtung betrifft, so muß das Gebäude zweyStockwerk haben, wovon das eine entweder ganz oder doch zu 4 in der Erdesteht. Dieses Stockwerk hat zwey gleiche Abtheilungen, deren "eine recht gutgegen allen Frost verwahret seyn muß, und zur Vorbereitung der Erde dient:die andere Abtheilung muß dagegen durch mehrere ziemlich hoch angebrachteFenster recht luftig gemacht werden können, und dient zur Verfertigung derHäfen in den Frühlings - und Herbstmonaten; ste muß eine Temperatur von8 — 10 Graden als der gewöhnlichen Kellerkemperatur haben. Aus dieserwerden die halbtrocknen Häfen in die gleich darüber befindliche große Häfenkammervermittelst eines Flafthenzugs gehoben, und daselbst so, wie ich gleich anzeigenwerde, auf die Gestelle aufgestellt. Die erste Abtheilung enthält 1) einen z Fußüber der Erde angebrachten i Fuß tiefen, 6 Fuß breiten und 10 Fuß langenKasten, in welchem die Erde eingeweicht und zu einem dünnen Brey gemachtwerden kann; dicht daran befindet sich 2) ein größerer Kasten, der auf dem Bodenaufsteht, 2 Fuß tief ist, dessen oberer Rand also mit dem Boden des erstenKastens einerley Höhe hat. Dieser Kasten kann 15 Fuß Länge uiid 6 Fuß Breitehaben, und in dlesen wird die zu einem dünnen Brey gerührte Erde abgelassen,nachdem sie vorher durch ein vor den Ablaß des oberen Kastens gestelltes Siebgelaufen ist. Der große Kasten hat in verschiedenen Höhen übereinander Löcherin feiner Seitenwand, welche mit Zapfen versehen sind, und dazu dienen, daßman das Wasser, welches über der zu Boden gesetzten Erde stehet, abzapfenkann. 3) In einem dritten Kasten, der 8 Fuß breit, 12 Fuß lang, i Fuß tiefist, wird das Gemenge von roher und gebrannter Erde gemacht und durch-getreten. 4) An den Seitenwänden herum befinden sich Tische, auf welchendie aeniengte Erde gewürkt oder geknetet wird. 5) Kann auch ein kleiner Kesselangebracht werden, um nökhigenfglls heiß Wasser zu haben. Endlich muß 6) andem kühlsten Orte dieser Abtheilung noch ein besonderer Behälter von Mauerwerkgemacht werden, der gegen allen Frost auf das beste verwahret ist, und zu demEnde am besten gewölbet wird, um die gewürkte Erde darin zum Faulen auf-zuschichten , und bis zum Gebrauche aufzuheben. Das obere Stockwerk bestehet,wie schon gesagt, aus der großen und kleinen Häfenkammer. In der Scheide-wand beyder Kammern wird ein großer Ofen angebracht, der beyde heißet; seinunterer Theil bestehet aus einem eisernen Kasten, am besten von starkem Essenblech,der mit einem Rost und nach der großen Häfenkammer mit einer ziemlich großenThüre versehen ist; sein oberer Theil kann eine aus Kacheln oder Backsteinen