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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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71
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salzig-erdige» Substanzen zurücklassen, auch die größte Menge von Wärmestoff entwickelnkönnen, und daß der übrige Unterschied hauptsächlich von der Menge des darinenthaltenen Wasser- und Kohlenstoffs abhänge.

Eben dieser Unterschied ist nicht weniger bemerkbar bey den verschiedenen Arten derSteinkohlen. Bey gleichem Gewichte sind jene die besten, welche nach den. Verbrennendie wenigsten erdigen Theile zurücklassen, und diese können l oder 2, bis zo und 40Pcocent des Gewichts der Steinkohlen betragen.

Eben deswegen muß man bey ihrer Auswahl sehr aufmerksam seyn. Man kannihre Eigenschaft leicht erfahren, wenn man ein gewisses Gewicht, z. B. Z Unzen, unterder Muffel eines Probierofens, oder in einem in ein Arbeitsloch des Glasofens gestelltenTiegel verbrennen laßt; alsdann findet sichs, wie viel Erde darin enthalten ist.

Das Verhältniß der Menge Holzes gegen Steinkohlen, welche erfordert wird, umden nämlichen Grad der Hitze in einem Glaöofen hervorzubringen, wird durch allevorangeführten Umstände verändert, und man kann es also nur durch Erfahrung bestimmen.So hat man gefunden, daß 4^020 Cemner 80 Jahr altes und recht trockenes Buchenholz,gegen 28000 Ceutner Steinkohlen ans den Gruben von Auzin bey ValencienneS , die nachdem Verbrennen «0— 12 Procent erdige Theile zurückließen, erfordert wurden, um ineinem Glasofen zum Spiegelgießen gleiche Wirkungen hervorzubringen. *

Bey gleicher Größe der Ausgangslöcher der Flamme, verhielten sich die Größen derZuglöcher an dem Herde bey Holzbrand, zu jenen bey Steinkohlenbrand, beynahe wie»3 zu 15-

Wenn die Ausgangslöcher.der Flamme nur so groß sind, daß blos die aus-bemBrennmaterial aufsteigenden Dünste entweichen können , so ist dieses bey weitem nochnicht hinreichend: denn die drey Theile der Luft, welche zur Unterhaltung des Feuersnicht tauglich sind, bilden ebenfalls einen Strom, dem ein beständiger Abfluß verschafftwerden muß. Eben das gilt auch von denen in den Glasmaterien enthaltenen Substanzen,welche selbst nicht zu Glas werden können, oder die keine Bestandtheile desselben bleibendürfen. Alle diese Substanzen dehnen sich sehr durch die hohe Temperatur des Ofens au's,und erfordern schickliche Ausgänge, um den mit Schnelligkeit nachfolgenden Platz zumachen. Sind diese Ausgänge nicht groß genug, so wird däs Feu;r bald schwach werden;eben so wie es ganz verlöschen würde, wenn man sie gänzlich verstopfte. Es giebt alsounter mehrern ein bestes Verhältniß der Größe der Zuglöcher an dem Herde, zu jener derArbeitslöcher oder der Ausgänge der Flamme, welches sich nach der Natur des Brenn-materials, der verdünstbaren mcht verbrennlichen Substanzen, und selbst des Luftkreisesrichtet.

1 Es ist nicht genug, das Holz walddürre zur Hütte zu bringen; da es hier noch lange vor demVerbrauche liegen must, und folglich dem Regen und Schnee bloögcscellt ist, so kann eswieder schlechter werden wie vorher. Deswegen ist ein bedecktes Holzmagazin, daswenigstens auf 5 Monate Verrath fassen kann, sehr nöthig. Dieses ist ein blos aufhölzernen odcr steinernen Pfeilern oderSäulcn ruhendes Gebäude mit einem leichten Dache,