«„den, das heißt, nach dem höher gelegenen Theil des Kanals, wo der Druck der Luftam kleinsten ist. Diese lufteinsaugende Kraft wächst in dem Verhältniß, als der Unterschieddes Drucks oder der Höhe zwischen den beyden Theilen des Kanals zunimmt, und derLuftstrom wird dadurch desto reißender. Diese Wirkungen sind bey upsern kleinen Oefenin den Laboratorien sehr bekannt und leicht bemerkbar. Auch braucht man hier dieVorsicht, die Hohe des Rauchfangs durch Aufsaßröhren zu verlängern oder zu verkürzen,je nachdem man sich eine wirksamere Hitze verschaffen will. Indessen giebt es doch einGrößtes, welches man bey Erhöhung des Rauchfangs nicht überschreiten darf, wenn mandie größte Wirkung hervorbringen will. Es hängt von dem Durchmesser des RauchfangSab, dessen Seitenwände der Bewegung der entweichenden Flüssigkeiten einen stetenWiderstand entgegenstellen; ein Widerstand, der mit ihrer Geschwindigkeit wächst. Esgiebt daher eine Gränze, wo dieser Widerstand mit der vermehrten Kraft des Aufsteigensder Flüssigkeiten nn Gleichgewichte stehet, und wo man, wenn diese einmal überschrittenist, durch Verlängerung des Rauchfangs nur verlieren würde. 1
Die nämlichen Erscheinungen bemerkt man auch in unsern großen Oefen. DieHöhe der Flammenausgänge über den Luftzuglöchern des Herdes trägt viel zur Verstärkungder Kraft des Lufteinsaugens bey; ihre Austheilung in dem Umkreis des OfenS bestimmtdie Ströme, welche Statt haben müssen, und die Orte, wo die Hihe am stärksten ist. Solldaher die Hihe in dem ganzen Umkreise gleich seyn, so müssen jene Ausgänge ebenfallsgleich vertheilet seyn, und die Häfen in Bezug auf diese, auf eine ähnliche Weise gestelltwerden, damit sie einerley Temperatur erhalten. *
Ist die Höhe der Arbeitslöcher und der übrigen AuSgänge über dem Herde, so wieihre Austheilung bestimmt, so muß nun auch ihre Größe mir jenem Abfluß in Verhältnißgesetzt werden, welchen sie den aus dem Ofen Entweichenden Flüssigkeiten verschaffen sollen.Diese Größe muß so beschaffen seyn, daß sich die Flamme in dem höchsten Stande derZusammenpressung im Innern des Ofens befindet: sie darf daher gewisse Gränzen nichtüberschreiten. 3
In der Ausübung macht man die Arbeitslöcher so groß, daß die zur Handarbeitnöthigen Werkzeuge füglich hindurch gehen können. Dieses Maaß überschreitet abergewöhnlich jenes, welches zur Zusammenpressung der Flamme am vortheilhaftesten ist:allein man kann es leicht durch vorzustellende Ofenplatten vo» Ofeuerde vermindern, jenach dem Feuersgrade, den man nöthig hat.
Die Uebung lernt gar bald die hier nöthigen Einrichtungen kennen, die sich übrigensnach der Natur des Brennmaterials, seiner Menge, dem Zustande des LuftkreiseS, derStärke und Richtung des feuernnterhaltenden Luftzugs u. s. w. richten.
i Die Sache ist diese. Die Luft ist «ine elastische Flüssigkeit, welche sich überall ins Gleichgewichtzu sehen sucht, und dahin wirkt, wo sie den geringsten Widerstand findet. Hat man alsozwey miteinander kommunieirende Röhren Fig. a »nd b, welche oben offen sind, sowird der Druck der Luft durch die Oeffnung a jenem durch Die Oeffnung b gleich senn; «Sist alles in Ruhe, und eck findet keine Dev)cq„nz der Luft Statt, indem die Luftsäulenüber bevden Oeffnungen gleiche Höhen haben. Das nämliche findet noch Statt, wenn man