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i,n evffcrt Falle wird der Ofen nicht mit Flamme erfüllt, und kann also nicht ausströmen;im andern Falle aber hat die Luft nicht Zeit, eine vollkommene Zerlegung zu bewirken,weil des z» zerlegenden Brennmaterials zu viel ist, und der Dünste auch zu viel sind, umgänzlich zerlegt werden zu können.
§• 42.
Die Intensität des' Feuers ist nicht in allen Punkten des innern Raums eines Ofensgleich groß. Man bemerkt daß sie da am größten ist, wo die Bewegung der Flammeam schnellsten ist, wo sich folglich diese Flüssigkeit mit mehrerer Freyheil bewegt.' DieserUnterschied ist in dem untern Theil der meisten Glasöfen vorzüglich bemerkbar, derenhorizontaler Durchschnitt ein rechtwinklichteS Parallelogramm bildet. Die erforderlicheMenge von Schmelzmittel, die Zeiten des Schmelzens und Lauterns des Glases, sind inden Winkeln des Ofens allezeit beträchtlicher, als an den übrigen Stellen. Daher ist esin einigen Glashütten eine weit einsichtsvollere Einrichtung, daß man diese Winkelunterdrückt und den Umkreis ohne scharfe Kamen gemacht hat, wie solches ohnehin beydem Gewölbe gebräuchlich ist. Dieses lehtere Mittel verschafft eine Gleichheit der Mengev»u Schmelzmittel, der Schmelzzeiten, selbst des Glases in verschiedenen Häfen, welchesimmer desto weniger salzige Auflösungsmittel in seinen Bestandtheilen zurückbehälr, jeeinem stärker,, Feuer es ausgesetzt war.
1 Dieser Sah scheint mir nicht ganz richtig zu scnn, obgleich selbst die oft erwähnten Koni«missaricn denselben annehme» und gewissermaßen noch unrichtiger ausdrucken, indem siesagen: die Hitze se» da am stärksten, wo die Flamme die reißendste Bewegung habe, unddieses geschehe gewöhnlich in der Nachbarschaft der Ausgänge der Flamme, gegen welcheste sich von Natur richte. Dieses ist gewiß falsch: an den Arbeitslöchern, als jene»Ausgängen, ist keineswegs die stärkste Hitze. Man sehe, was Loysel unten §. 54. davonsagt. Wenn man eine Gias'schmclzlampc, die mit einem guten Blasbalg getrieben wird,aufmerksam betrachtet, indem der Arbeiter dabei, arbeitet, so siehet man, daß der auseiner kleinen Ocffnung des Blasrohres hervordringende Luftstrom die Flamme der Lampenach der Seile treibt, und daß derselbe einen Kegel bildet, dessen Spitze an der Ocffnungist; hier befindet sich demnach auch die größte Geschwindigkeit des Windes, aber e6fehlt sehr viel, daß auch da die größte Hitze seyn sollte; diese ist mehrere Zoll weitervorwärts, da wo die Flamme aufhört blau zu seyn, und weißlich zu werden beginnt.Eine kleine Ueberlegung zeigt auch, daß es nicht anders seyn kann: denn indem derWind in die Flamme tritt, so kann die Zerlegung des Saucrstoffgases und des verbrcnnliche»Körpers nicht in dem nämlichen Augenblicke vor sich gehen. Ein Theil der entzündlichenTheile wird mit fortgerissen, die vollständige Zerlegung kann also erst »ach einiger Zeit,folglich auch nur in einiger Entfernung vor sich gehen, folglich kann aber auch nur indiesem Punkte die größte Hitze seyn; über diesen Punkt hinaus nimmt die Hitze immermehr ab, weil der freygewordene Warmestoff sich augenblicklich der nahe liegenden Luftmittheilet und-sich verdünnet. Eben diese Beschaffenheit hat eS mit einer Schmiedeesse,wenn der Blasbalg in Bewegung ist: auch da ist die größte Hitze nicht nahe bey denAusgangen der Flamme, sondern mitten in dem Kohlenhanfen, in einer Entfernungvon der Mündung des Blasebalgs, die mit der Geschwindigkeit des Windes im Verhältnissestehet. Also muß man sagen: die Hitze ist da aus" stärksten, wo d'ic Zerlegung desSauerstoffgases am vollständigsten geworden ist; dieser Ort aber ist veränderlich nach dergrößer» oder geringern Geschwindigkeit des in den Herd eindringenden Luststroms. Diesesist in einem Glasofcn sehr leicht bemerkbar, bey langsamem Schüren ist dieser Ort in