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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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80
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3 Ein sehr merkwürdiges Beyspiel dieser Zfrt liefert Dantic in der Vorrede des ersten Theilsseiner Schriften. Zn den » 75 , ger Zähren wollte ein Direktor der Manufaktur zu St.Gobain Verbesserungen mache», und versprach in dem nämlichen Ofen und mit demnämlichen Brennmaterial wie sonst, weit mehr Spiegelglas wie bisher zu liefern. Zu demEnde vergrößerte er die Hafen um ein ansehnliches. Allein der Erfolg war, daß das Klqsnicht ganz durchgeschmolzcn werden konnte, daß es unrein und voller Fehler wurde. Mansuchte die Ursache dieses Nachtheils anderswo, und die Manufaktur war nicht mehr imStande ein brauchbares Glas zu liefern; sie kam dermaßen in Abnahme, daß ste am Randeihres gänzlichen Umsturzes war; nur durch Danlics Bemühungen, der den wahren Sitzdes Uebels gleich erkannte, wurde sie gerettet, nachdem ste 4 —6 Zahre mit dem größtenSchaden gearbeitet hatte. Es wurden die Häfen wieder auf das vorige Maaß reducirt,und augenblicklich war dem Uebel abgeholfen.

s Ich werde unten zeigen, wie hiernach das Verhältniß der Theile des Ofens zu berechnen ist.

§- 45 »

Bis hierhin sind die schicklichen Mittel, die nöthige Menge des Wärmestoffs zuentwickeln angegeben werden; nun soll noch untersucht werden, durch welche Mittel mandenselben in einem bestimmten Orte zusammeuhält.

Der Wärmestoff dringt durch die Poren aller Körper, und man darf sich keineHoffnung machen, ihn ganz ohne allen Abgang irgendwo einzuschließen. Indessen giebtdoch der verschiedene Widerstand, welchen er bey Durchdringung derselben erfährt,Mittel an Hand, ihn in dem Verhältniß des Unterschieds der in einer gegebenen Zeitentwickelten, und in eben dieser Zeit entwichenen Menge, aufzuhäufen und zn verdichten.Dieser Widerstand ist nicht in allenKörpern gleichgroß; und daraus entsteht der Vortheil,sich solcher Körper, bey denen er am größten ist, zu bedienen, wenn man die Zerstreuungdes Wärmestoffs verhindern will, im Gegentheil aber leicht durchdringbare Körper zugebrauchen, wenn es darauf ankommt, ihn geschwinde fortpflanzen zn wollen. Man drücktdiese Eigenschaft dadurch aus, daß man sagt: ein Körper sey ein guter ober schlechterLeiter des Wärmestoffs. So pflanzen ihn Metalle überhaupt leichter fort, wie Harz ,Holz, wollene oder seidene Zeuge; deswegen heiht man ein Zimmer durch metalleneRöhre sehr geschwind; deswegen erhält sich die Wärme in demselben sehr lange, wennseine Mauern, Decken und. Fußboden mit hölzernem Getäfel und Tapeten bekleidet sind.Eine andere ebenfalls merkwürdige Eigenschaft ist diese:

Wenn mehrere Körper, die sich unter gleichen Umständen befinden (das ist, wenn siealle entweder in festem oder flüssigem, oder luftförmigem Zustande sind), einerley Tem.'perarur ausgesetzt werden, und man diese für alle um gleiche Grade, entweder durchErhöhung oder Erniedrigung, verändert; so wird die Menge von Wärmestoff, welchediese Veränderung hervorbringen kann, bey verschiedenen Arten der Körper verschiedenseyn. Diese Eigenschaft drückt man dadurch aus, daß man sagt, die Körper hätten eineverschiedene Capacität zur Aufnahme des Wärmestoffs.

Diese beyden Eigenschaften sind zugleich in den verschiedenen Arten der Körperbemerkbar, ändern die Erscheinungen ins Unendliche ab, m>d machen, daß uns diesemehr oder weniger in die Sinne fallen. Aus dieser Ursache finden wir zum Beyspiel,

daß

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