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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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die Erfahrung zu Rathe zu ziehe». Sie lehrt uns nach Mufchenbroecks (NaturlebreTheil 2. §. i ZZ2.) folgendes :

„Die Kraft, womit sich Körper erhitzen, nimmt in doppeltem Verhältniß ih-eS«AbstandeS von, Feuer ab; wie Brunel durch verschiedene Erfahrungen entdeckt hat..Der berühmte Rieh mann hat diese Wahrheit ebenfalls durch mehrere Erfahrungen„bestätiget. Er stellte, zu dem Ende, verschiedene wohl graduirte und gleichförmig„gehende Quecksilberkherniometer jenseits des Brennpunktes eines doppelt erhabenen„BrennglaseS, mit welchem er einen Sonnenstrahlenbüfchel sammlete, und er fand,«daß der Ueberschuß der Ausdehnung des Quecksilbers über jene, welche es im Schatten«erlitte, sich nicht sehr weit von dem Verhältniß der Quadrate * des Abstands des Ther«

«mometers von dem Brennpunkte des Glases entfernte. daß, je kleiner die

«Hitze war, desto weniger sich jener Ueberschuß der Ausdehnung,..dem verkehrten Verhältniß der Quadrate der Distanzen näherte;«und im Gegentheile, daß er ihm desto näher kam, je größer die«Hitze war."

Hieraus, und aus den angeführten Erfahrungen Scheelens (§. 50.) folgt:r) Daß sich die Wärmesirahlen, die von einem brennenden Punkte ausgehen, nachgeraden Linien bewegen; 2) daß sich die Wirkungen des Wärmestoffs, umgekehrt wiedie Quadrate der Entfernungen von, brennenden Punkte verhalten.

Wendet man diese Grundsätze zu Bestimmung der Temperatur verschiedener Oe§:n,und verschiedener Punkte in einem Ofen an, der mit Flamme von gleicher Dichtigkeiterfüllt ist, so kann man folgende Sätze daraus herleiten.

i Hier hatLoysel unrichtig überseht ; M u sch en b r 0 e ek sagt am angeführten Orte: Tumquecomperit, excessus dilatationis Mercurii super dilatatiouem ejus a calore inumbra, non prorsus .abludere a ratione inversa quadratorum distantiarum afoco; es muß also heißen: von dem verkehrten Verhältnisse ,c.

§- sZ-

Erster Saß. In verschiedenen Oefen von kugelförmiger Gestalt, ist die Intensitätder Wärme, an verschiedenen, im Innern eines jeden, ähnlich gelegenen Punkten, demHalbmesser der Kugel proportional; so daß in zwey Oefen, deren einer einen doppelt oderdreyfach so großen Halbmesser hat als der andere, diese Intensität auch doppelt oderdreyfach seyn wird. Wenn aber der Halbmesser zwey-wder dreymal größer in dem einenOfen ist, so wird sich der körperliche Inhalt wie die Würfel der Halbmesser verhalten,also acht- oder 27»,«! größer in demselben seyn. Wenn man also Oefen von verschiedenerGröße gebraucht, und man will eine zwey - oder dreymal größere Intensität der Wärmehervorbringen, so muß man acht- oder 27,nal soviel Brennmaterialien anwenden. *

Hieraus siehet man, wie kostspielig eine Vermehrung der Temperatur ist, die von derVergrößerung der Oefen herkommt. Zwar kann man in den Häfen, deren Inhalt allezeitein aliquoter Theil des innern Raums des Ofens bleibt, «ine größere, diesem Inhalt

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