proportionale Menge Materie schmelzen; aber die Größe ihrer Abmessungen erfordert eineNermebrnna der Dicke: dieses macht sie unbequem, und verhindert den Durchgang desWarmesioffs; das Zerbreche» eines einzigen ziehet den Verlust_ einer gn^eii 'SRengeSlaseö nach sich, und das ist die Ursache, daß man sich auf Abmessungen einschränkt , diekline so große Nachtheile zur Folge haben. Mau kann sich bequemer eure höhere <em-veratur verschaffen, wenn man die Dichtigkeit der Flamme durch den Verbrauch eineraroüern Menge von Brennmaterialien vergrößert; so kann dann in dem nämlichen Ofendie Temperatur zwey- oder dreyfach höher werden, wenn mau blos zw.m- oder dreymalmehr Brennmaterialien anwendet, vorausgesetzt, daß solches d.e Abmesiungen der Herdeund der Arbeitslöcher zulassen.
Diese beyde Mittel, die Temperatur zu erhöhen, hat man mit Vortheil zugleichangewendet; und die Erfahrung hat gelehrt, daß dieGräuze», innerhalb welchen mandie Durchmesser der GlaSöftn abändern darf, um diesen Zweck zu erreichen, zwischen4 und 8 Fuß fallen.
i WcnnLovsel das Wort: Intensität, in dein gewöhnlichen Verstände nimmt, wo es mitWirksamkeit gleichbedeutend ist, so ist eS nicht leicht einzusche», wo denn diese Wirksamkeitverkommen soll Daß der größere Ofen mchrWärmestoff sagt als der kleinere, daran zweifeltniemand- beiß aber deswegen derselbe in dem großen Ofen mehr Wirkung hervorbringen soll.wenn er',licht dichter daselbst ist, solches ist nicht abzusehen. Loysel selbst nimmt an,daß man in einem gröfiern Ofen, im Verhältniß des Würfels des Durchmessers mehr Brenn-material brauche, als in den kleinen, das heißt doch wohl soviel, wenn ich i CcntnerBrennmaterial brauche, um einen Ofen zu heihen, so muß ich 8 Zentner Brennmaterialhaben um einen Ofen der »mal mehr körperlichen Inhalt hat als der erste, eben ,o starkr» Heiken - aber dann wird jeder Kubikfuß Raum in dem große» Ofen nickt mehr Wärmestoffenthalten ' als ein Kubikfuß in dem kleinen Ofen, folglich wird die Temperatur in beudcngleich senn. Will aber Loysel sagen: in dem großen Ofen hat irgend ein Punkt mehrWärmestoffmasse um sich herum liegen, als ein ähnlich gelegener Punkt in dem kleinenOfen, deswcocn muß er auch eine höhere Temperatur haben, so ist dieses ein nochunerivicscner Sah. der nach meiner Einsicht »och obendrein die Erfahrung gegen sich hak.Denn laßt man z.D. Wasser in einem kleine», und in einem größer» Kessel oder Kugel siedendwerden und hängt in bc»de ein L-Hermomeker, ko wird man sindcn, daj. solches gleicheGrade zeigt, ohngcachtet es in der grösrern Kugel mit einer weit größeren Wärmestoffmasseumgeben ist als in der kleinern; auch findet man keinen Unterschied, wenn man die Kugeldes Thermometers in den Mittelpunkt, oder nahe an den innern Rand der Kugel hätt,wenn nämlich das Wasser iinlnerfort lin e^ud erhalten wird, und »ian dafür sorgt, daj: dieWarme nicht durch die Scitenwände der Kugel abgeleitet werde. Es kann, meinesBedünkens, überhaupt nur dann eine Erhöhung der Temperatur oder größere Wirk,amkeitdes Wärmesioffs Statt finden, wenn von letzteren mehr, als vorher darin war, hinein-gebracht wird, wie Loysel am Ende dieses §. selbst zugiebk.
§• 54 -
Zweyter Saß. In ein und ebendemselben kugelförmigen Ofen verhalten sich dieGrade der Intensität der Warme, an der innern Fläche des Gewölbes, in |, f desHalbmessers und im Mittelpunkte der Kugel, ziemlich^nahe wie die Zahlen ioo. 167.