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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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112
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wäre, desto besser sey es, desto weniger Raum sey mit Wärmestoff zu erfüllen,desto Mehrwerte an Breimmaterial gespart. Das ist nun zwar richtig; alleines giebt hier eine Gränze, welche, wie Loysel oben §. 40. richng bemerkt,nicht überschritten werden darf: es muß nämlich, außer für die zu schmelzendeMasse, auch Raum für die vollständige Entwickelung des Wärmestoffs vor,-Handen seyn, die in dem ersten Augenblicke in dem Herd nicht vollkommenStatt haben kann, weil durch den Luftstrom eine Menge unzerlegter Theile mitfortgerissen werden, und durch die obern Ausgänge ohne Wirkung davongehen würden, wenn nicht einiger Raum vorhanden ist, wo ste steh einigeZeit verweilen können, bis ste gänzlich zersetzt stnd. Die Ersahrnug miiß vorder Hand bestimmen, welches das beste Verhältniß sey, und hierauf beziehtsich das, wasLoysel in dem §.46. vorbringt, und was unten näher entwickeltwerden soll.

3) Die innere Fläche muß die kleinste seyn, die nach Maaßgabe der Umständemöglich ist; denn je größer dieselbe ist, desto mehr findet der WarmestoffBerührungspunkte, desto leichter kann er entweichen, und desto luehr wirdder Wirkung auf die zu schmelzende Masse entzogen, oder aber, desto mehrmuß Brennmaterial verbraucht werden, um jenen Abgang zu ersetzen. DieserPunkt ist es, welcher die vortheilhafteste Figur des Ofens bestimmen muß.Die Geometrie lehrt, daß die Kugel unter allen regulären Körpern von gleichemInhalte, die kleinste Oberstäche habe, nnt> hiermit wäre die Frage, welchesdie beste Figur eines Ofeuö sey, kurz und gut entschieden, wen» diese Figur inder Ausübung nur anwendbar wäre? Der untere Theil des Ofens, wo dieBänke sind, kann höchstens nur eine cyündrische Gestalt haben ; eben das giltvon dem mittleren Theil, welcher die Häfen enthält, folglich kann höchstens nurder obere Theil, welcher das Gewölbe oder die Kuppel ausmacht, kugelförmigseyn; aber in den meisten Fällen würde der innere Raum des Ofens zu großwerden, wenn man den Ofen oben mit einer Halbkugel schließe» wollte: des-wegen ist es am besten, denselben mit einer halben Ellipsoide zu schließen, derenkleine Achse der Höhe des Gewölbes gleich ist, und diese entstehet, wenn sicheine halbe Ellipse um ihre kleine Achse drehet, deren Grundfläche also ein Kreisist. Man giebt ihr nur gerade so viel Höhe als nöthig ist, den erforderlicheninnern Raum zu erhalten, dem zu schnellen Ausfliesten der Flamme durch dieArbcitslöcher Einhalt zu thun, welches Statt findet, wenn diese zu hoch indem Gewölbe liegen, und endlich das zu starke Abtropfen von dem Gewölbe zuverhindern, welches desto stärker ist, je flächer das Gewölbe gehulken wird,und desto geringer und unschädlicher, je mehr Abhang wenigstens der Theildes Gewölbes hak, der über den Häfen ist. Ein solcher Ofen hat wenigstensin dem Horizontaldurchfchnitt eine kreisrunde Gestalt, und ist also unter denmöglichen noch immer die beste. Allein auch diese ist nicht iu allen Fällenanwendbar. Die Art der Fabrikation, die Größe des Ofens, und die jeder

Größe