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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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119
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lösche ihn dann aus, baue ihn nun, oder bessere ihn aus und lasse ihn wiederangehen, wenn sein Waarenvorrath bald aufgeräumt ist. Nach diesen Grund-sätzen wird also jeder leicht beurtheilen können, wie groß er seine Hütkengebäudeanzulegen hat.

3) Wie muß das Lokale einer Hütte beschaffen seyn? Je trockner der Ort ist, jeungehinderter eine reine Luft von allen Seiten hinzustreichen kann, desto besser istes. Pie Feuchtigkeit verhindert die untern Theile der Oesen, die nöthige Hitzeanzunehmen, und wenn sie dieselbe endlich mit Mühe erhalten, so votieren sieselbige sehr geschwind wieder, sobald mit dem Feuern etwas nachgelassen wird.In hohen Gegenden ist die Luft meistentheils reiner, als in tiefen und feuchtenThälern. Eben deswegen scheint die Lage auf einer Anhöhe für eine Glashütte die vortheilhasteste zu seyn. Da indessen in einer solchen Lage selten das beydiesen Fabriken sehr nöthige Wasser zu haben ist; da man außerdem auch auf«ine bequeme Zufuhr der Brenn- und anderer Materialien zu sehen hat; da.endlich Glashütten nur in holzreichen Gegenden angelegt werden, diese abermeistens in gebürgigen Gegenden sich befinden, so ist man nicht allemal Meister,einer Hütte die vorbeschriebene Lage zu geben. Man wähle, wenn es möglich ist,ein nicht zu enges Thal, das zwischen Nordwest und Nordosten seinen Ursprunghat, und zwischen Südost und Südwesten ausgeht, auch ein reines Quell- oderBachwaffer mit sich führet; an dem Abhang, der die wenigsteeSonne hat, oderan der Winterseite des Thals, suche man einen Platz, wo das Thal am breitestenist, allenfalls einen vorspringenden Winkel macht, und so hoch über dem tiefstenPunkt des Thals, daß nur eben durch Röhren oder Gräben noch Wasser dahingebracht werden könne. Man grabe von der Anhöhe soviel ab, daß einehorizontale Ebene entstehet, welche die Hütte fassen kann. Man richte eineschmale Seite des HüttengebäudeS gegen den Berg, die beyden langen Seiten^folglich auch die Herdöffnungen gegen das Thal auf- und abwärts. Kanndieses alles befolgt werden, fo bekommt die Hütte eine Lage, welche die meistenVortheile in sich vereiniget, denn der Boden der Hütte ist der Feuchtigkeit nichtzu sehr ausgesetzt, sie liegt mit drey Seiten auf einer Anhöhe, welche durch dieabgegrabene Erde entstandeu ist, und hat nur auf einer Seite den Berg gegen sich,der Feuchtigkeit zuführen könnte, welche nian aber leicht durch vorgelegte Gräbenableiten kann. Die Hütte liegt hoch genug um reine Luft zu erhallen, auch so,daß die.trockensten Luftströme freyen Zutritt haben, die feuchten Westwinde aberabgehalten werden; die Sonnenhitze verdünnt an einem solchen Platz im Sommerdie Lust nicht zu stark, und belästiget die Arbeiter nicht zu sehr; man hat Gele-genheit das Holzmagazin oberhalb der Hütte anzulegen, und die Anhöhe verstattet,daß das Holz auf einer horizontalen, oft gar abwärts geneigten Ebene über dieOesen der Hütte zum Trocknen gebracht werden kann, welches diese Arbeit sehrerleichtert. Dieses sind Vortheile, welche nicht aus der Acht zu lassen sind.Hierzu kommt noch, daß man in dieser Lage Kanäle unter den Oesen anbringen