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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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125
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ist. Diesem Uebel hat man auf mancherley Art suchen abzuhelfen. Allutschlagt vor, man soll mit der obern Fläche der Bänke in der Entfernung vonjo Zoll (wenn nämlich der Ofen 8 Fnß hoch und weit ist), eine Linie cdziehen, und ce = cd = io Zoll machen, mit dem Radius cf und db sollmcui den Bogen fg bg beschreiben. Da aber dadurch das Gewölbe um die Höhehg höher wird als es seyn sollte, so schlägt er vor, die Bogen bg und fg nur bisnach 1 und l zn ziehen, so daß die Weite il etwa noch ist Zoll beträgt, dannaber das Gewölbe bis nach b einzuziehen, wodurch denn von einem Schürlochzum andern eine Art von Kralh entstehet, der auch noch dazu dienen soll dieFlamme zu theilen, und sie auf beyde Seiten nach den Häfen hin zu weisen.Statt der beyden Mittelpunkte c und d soll man ohne merklichen Fehler auchdiese Punkte auf der Mitte der scharfen Kante der Bänke in in und n annehmen,und verfahren wie vorher. Allein, eine aufmerksame Betrachtung der Figlirzeigt sogleich, daß mir der obere Theil deS Gewölbes eine etwas geneigtere Lagebekommt, der Unterschied aber ist so gering, daß kein großer Vortheil davon zuhoffen ist, und in Ansehung der Arbeitslöcher und ihrer Dicke ist hier gar nichtsgebessert.

Wenn man dagegen durch die drey Punkte b,h, und f eine halbe Ellipselegte, so würde zwar der obere Theil etwas flächer als bey der vorhergehendenVerfahrungsark, der untere über dem Hafen befindliche Theil hingegen weilschiefer ausfallen. Die krumme Linie nähert sich hier mehr der senkrechten,folglich werden auch die Arbeitslöcher nicht so dick, die Ecklöcher bekommenhinlänglichen Raum, und die Tropfen werden wenigstens über den Häfen schnellerabfließen und nicht abfallen. In dem obern Theil wird solches zwar nichtgeschehen; allein, da fallen die Tropfen theils seltener, weil sie sich durch daSZusammenfließen von mehreren hier nicht so geschwind vergrößern können, theilsblos in die Grube zwischen den Bänken, wo sie keinen Schaden anrichten. Indieser Hinsicht hat also die elliptische Form entschiedene Vorzüge vor jeder andernkrummen Linie (nicht aber wegen ihrer besondern Strahlen reflekrirendenEigenschafr).Nur hat es Schwierigkeit, den Bau nach dieser krummen Linie zu vollführen,besonders aber dem Gewölbestein die erforderliche Form zu geben, die sich in jederLage von Steinen ändert. Um diese Unbequemlichkeit zu vermeiden, kann manstakt der Ellipse, die allgemein bekannte aus drey Mittelpunkten beschriebeneOvallinie gebrauchen, wornach sich nicht nur ein Lehrbogen leicht verfertigenlaßt, sondern man braucht auch nur zweyerley keilförmige Steine um das Gewölbeaufzuführen. Aber nun fragt es sich, wie soll man diese Ovallinie zeichnen?Es ist nicht genug zu wssen, wie man durch drey Punkte b.g.f. eine Ovalliniezeichnet, es müssen die Bogen, woraus sie zusammengesetzt ist, auch so wenigungleichförmig als möglich seyn, und dieses wnd Statt finden, wenn das Verrhältniß der Halbmesser dieser Bogen das möglichst kleinste ist. Denn man siehetleicht, daß durch z Prmkte unzählig viele OvaNinien nach dieser Art gezeichnetwerde« können: bey einigen wird der mittlere Bogen FK Fig. n. immer flacher