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Hervorzubringen, ist es unumgänglich nöthig, i) baß ein großer Kanal unterdem Ofen durchgeht, 2) daß die Herde vergrößert werden. Zu dem Ende läßt mauden Fundamentstein aus dem Ofen hinweg, so, daß gar keine Grube vorhandenist, und legt einen Rost, der durch den ganzen Ofen, von einem Herde zumandern durchgeht» Ueber diesen werden die Steinkohlen der ganzen Länge nach aus-gebreitet, und so kommen ihrer viele auf einmal in Brand, und demnach kanndie Luft überall beykoinmen, und die Zerlegung bewirken. UebrigenS ist obenschon angeführet worden, daß bey Steinkvhlenbrand die Bänke höher seyn müssen,als bey Holzbrand; aus angeführten Gründen erfordern sehr fette Kohlen hohe,magere Kohlen hingegen niedrigere Bänke. Damit auch die Geschwindigkeitdes LnftstrohmS vermehrt werde, so hält man den Raum zwischen den Bänken,das ist, die Breite des Rostes etwasenge; zu eben dem Zwecke macht man auchdie Schornsteine so hoch wie möglich. Dieses vorausgesetzt, so wird man nundie Zeichnung leicht verstehen.
Fjg. 59. Tafel 8- ist der Grundriß, und
Fig. 60.-der Durchschnitt des Rostes.
na. sind die Bänke;bb. die Herde;
occccc. sind kleine Bogen von Backsteinen, welche queerüber, etwa 18 Zollweit von einander gesprengt sind. Auf diesen liegen Eifenstäbe, und aufdiese werden der Länge nach die Roststäbe befestiget ; da gewöhnlich nurKohlenklein gebraucht wird, so werden diese Roftstäbe etwas enge gelegt.
ä. ist der unterirdische Kanal, durch welchen die Luft streicht, und in den dieKohlen fallen. Dieser Kanal muß in der Gegend unter dem Ofen breitgenug seyn, daß ein Arbeiter unter den Rost kommen, und denselben vonZeit zrr Zeit, mit einem spitzen Eisen aufräumen kann, wenn ihn die Kohlenoder die Schlacken hier oder da verstopft haben. Die obere Fläche derBänke bekommt einige Neigung nach der Brnsimau^r zri, damit das Glasund Schlacke mehr nach dieser Gegend abfließt, und durch die Anfbruchrlöcher ausgezogen werden kann, wodurch der Rost sehr geschont wird.
6. Obgleich wohl selten mehr große Oefen von runder Form gebauet werden, weilsie bey dem Häseneinbringen manche Unbequemlichkeit haben, auch nicht wohlNebenösen anzubringen sind; so will ich doch, der Vollständigkeit halber, einedeutliche Zeichnung hier. beyfügen. Gewöhnlich werden diese Oefen nur zurkleinen GlaSmacherey gebraucht, und man nimmt deswegen bey ihrer Einrichtungauch vorzüglich darauf Rücksicht. Man hat große Oefen von 7 — 8 FußDurchmesser, und kleinere von ; — 6 Fuß Durchmesser; letztere sind vorzüglichin Deutschland gebräuchlich; diese thun recht gute Dienste, und sind derFabrila-lionsart wohl angemessen. Ich will beyde beschreiben.