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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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136
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dd. ist eine Gießbank. Man macht die Gießbank »Zoll höher wie die andereBank, damit kein Glas darauf stehen bleibt, welches verursachen würde,daß der Gleßhafen zu fest anhängt, und nicht leicht aufgebrochen werdenkann.

e. ein Gießhafeu.

g. der Schornstein. Man siehet hier die Röhre, welche die Dünste aus demHafen aufnimmt, hinter dieser liegt die andere, welche den Rauch abführet.

lih. die Oeffnung der Kommunikationsröhren mit den Nebenöfen. Ihre Ver-ferügung ist sehr leicht. Wenn das Ofengewölbe bis auf die Höhe der Lünetleaufgeführet ist, so bearbeitet man so viel Stücke Hol; als Lünekten gemachtwerden sollen, giebt ihnen eine Länge, daß sie aus dem Inneren der großenOefen bis in den Nebenöfen reichen, übrigens eine cylinderförmige Gestalt8 — 9 Zoll im Durchmesser. Man macht nun erst ein Lager von Thon.-stein, welches aus einem Ofen in den andern reicht, und eine riunenförmigeschiefliegende Fläche bildet; in diese legt man ein zubereitetes Holz ein, undbedeckt dieses überall mit Thonsteinen, die hart angeschlagen werden und dasHolz auf allen Seiten, wenigstens 8—lo Zoll dick, umgeben. DasHolzbleibt liegen, und wenn der Ofen angesteckt wird, so brennt es von selbstheraus.

Dieses wird hinreichend seyn, sich einen vollständigen Begriff von einemGlaSofen zu machen. Ich habe mich etwas weitläufüg dabey ausgelassen, destokürzer kann ich mich in der Folge fassen. Um Kupfertafeln zu sparen, sind gleichhier verschiedene Einrichtungen angezeigt worden, welche diese oder jene Fabrirkation erfordert. Ich habe hier keine Maaße angegeben, theils weil man sievermittelst des Maaßstabs finden kann, theils weil ich unten noch einmal aufdiese Materie zurückkommen werde; denn es läßt sich ein Ofen nicht leicht berechnen,wenn man seine Theile nicht genau kennet.

. Der bisher beschriebene Ofen dient zu Holzbrand; soll aber mit Steinkohlengefeuert werden, so behält er im Ganzen die nämliche Struktur, nur werden dieHerde etwas anders eingerichtet, und dann sind auch die Schornsteine über denArbeirslöchern sehr nöthig. Diese kennt man schon aus der bisherigen Beschreibbung, ich habe also nur nöthig, etwas über die Herde zu sagen. Bey Steinkohlenist ein ungleich größerer und stärkerer Luftstrohm nöthig, als bey Holzbraud,auch müssen deswegen die Zugänge der Luft weit größer seyn. Bey Steinkohlendauert e§ viel länger, bis alles Feuer entwickelt ist, als bey Holz, deswegenmuß es mit dem Schüren etwas langsam gehen; dann wird aber nicht Wärmesioffgenug entwickelt: um diesen abzuhelfen, breitet man die Steinkohlen in einegrößere Fläche aus, und richtet es so ein, daß demohngeachtet die Luft überallZutritt findet. Um nun dieses zn bewirken, und m\ den große» Grad der Hitze

hervor-