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Es giebt deren eine ziemliche Anzahl, die nach dem Zweck, wozu sie dienensollen, verschieden sind. Ich theile sie in drey Klassen.
1. Die erste begreift jene, in welchen verschiedene Sachen, die man zum
Glasmachen braucht, vorbereitet werden; ich nenne sie vorbereitendeOefen. Hierher gehören
a. Aufwärmeöfen.
b. Materieöfen.
c. Darröfen.
d. Calciniröfen.
2. Die zweyte faßt jene Oefen in sich, welche zur vollständigen Bear-
beitung verschiedener Glaswaaren dienen; diese mögen Arbeits-, odervielleicht besser, Ferkigmacheröfen heißen. Hierher gehören
a. Strecköfen, und zwar
1) zu Tafelglas,
2) zu geblasenen Spiegeln.
b. Auslauföfen.
3. Die dritte Klasse begreift die Oefen, in welchen die verfertigten
Glaswaaren ihre vollkommene Dauerhaftigkeit erlangen. Diese heißenKsthlöfen: sie sind nach Verschiedenheit der Waaren verschieden, diegewöhnlichsten und nöthigsten sind folgende:
Kühlöfen a. zu kleinen Glaswaaren.
b. zu der Gattung Fensterscheibenglas, welches unter dem Namen
Mondglas bekannt ist,
c. zu Tafelscheibenglas,
d. zu geblasenen Spiegeln,
6- zu gegossenen Spiegeln.
Alle diese Oefen werden außer den Auslauföfen von guten, nicht zu flüssigen,gewöhnlichen Backsteinen erbauet. Sie müssen fest, und dauerhaft erbauetwerden, denn sie leiden durch die häufige Abwechselung von Hitze und Kältesehr viel. Ich werde sie nun alle nach der Reihe beschreiben, durch Zeichnungendeutlich machen, und bey jedem anzeigen, was bejonders zu merken ist. Manerwarte aber hier keine Beschreibung von allen und jeden Abänderungen, welcheEigensinn, Vorurtheil und Unwissenheit hier oder da hervorgebracht haben;nur was meine eigene Erfahrung als das Beste dargelegt hat, was man aufgut eingerichteten Werken siehet, das soll hier einen Platz finden.
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