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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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164
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i. Von Auf Wärmeöfen.

Diese werden entweder den Schmelzöfen angehängt, oder für sich alleinerbauet; lehtere, wenn sie auch gleiche gute Dienste thun, sind gegen eine guteGlashüttenpolizey, denn sie verzehren ohne alle Noth, eine beträchtliche MengeHolz. Sie sollen daher nur da Statt finden, wo runde Schmelzöfen sind, andenen man ohne Schwierigkeit keine Nebenöfen anbringen kann.

Man macht einen Aufwärmeofen nicht größer, als daß er höchstens g Häfenvon der größten Art fassen kann. Wollte man sie größer machen, so werden siekostspielig, und weniger lange dauernd; auch würden die Häfen nicht gleich gutgebrannt, und vieles Holz aufgehen. «

Ihre Menge richtet sich nach der Anzahl Häfen, die man auf einmal braucht,denn es ist besser für den Schmelzofen, und ersparet Zeit, wenn die nöthigenHäfen auf einmal eingebracht werden, als wenn solches in verschiedenenMalen geschiehet. Man hat aber nicht allemal so viele Häfen aufzuwärmen,sondern nur einen, zwey, drey,wollte man nur einen Hafen in einem großenOfen aufwärmen, so würde man unnölhig viel Holz verbrennen. Daher ist esgut, sich auf alle Fälle zu richten. Hat man einen Schmelzofen, der 6 Häfenfaßt, so sind 3 Aufwärmeöfen nöthig, nämlich einer zu z, einer zu 2, undeiner zu 1 Hafen» so kann mau sich auf jeden Fall helfen.

Ihre Größe richtet sich nach der Größe und Menge der Häfen, die aufeinmal gebrannt werden soll, wobey zu beobachten ist, daß die Häfen so weitvon einander stehen müssen, daß die Flamme gehörig um sie herum spielen kann;ihre Höhe aber muß bey großen Häfen nicht geringer seyn, als daß ein mittet?mäßiger Mann, wenigstens auf den Knien darin sitzen, und die Häfen stellenkann, wie man oben anS der Beschreibung des Häfeneinsetzens in diese Oefenleicht siehet. Kleine Häfen hingegen, die ein Mann tragen kann, erforderndiese Höhe nicht.

Angehängte Aufwärmeöfen.

Diese sind vor allen die besten, was auch Allut dagegen einwenden mag:denn die Gefahr, die er vorschützt, daß durch die Lüuelte zu viel Hitze aufeinmal eindringen könne, ist blos Folge von Unvorsichtigkeit und davon, daß erkeinen Schieber anbringt, sondern das Lüuelte mit einem Pfropf von Lehmzumacht, den er nach und nach stückweise wieder wegbricht, wo man, dann freylichnicht allemal verhindern kann, daß die Oeffnung nicht zu groß werde. Sie habenden Vortheil, daß die Häfen oft Wochen und Monate lang, ohne Hclzaufwand,in der zum vollkommnen Trocknen nöthigen Temperatur erhalten werden können;also nicht so leicht springen, und im Stande sind, in 8 bis 10 Stunden voll-kommen gebrannt zu werden, da man mit andern Oefen kaum in 2 bis 3 Tagenzu Staude kommt, und folglich in zwey Schmelzen ein oder inehrere Häfen voll