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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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in ver Glasmasse zu* lckbleiben kann, der einen fremdartigen undurchflchiigen Körper inderselben bildet. Wenn sie sich mit dem Glas in Fluß befinden, so verbreitet sie diedurch die Heftigkeit des Fe-ners verursachte Bewegung in alle Theile des Glases, und einnoch so lange fortgesetztes Feuer wird kaum im Stande seyn, sie zu zerstreuen. Daswirksamste Mittel sie hinweg zu schaste», welches man bis jetzt hat eindecken können,bestehet darin, daß man die Hitze des Ofens, nach vollbrachter Schmelze, etwas abfallenläßt. Die Neutralfalze, die spezifisch leichter als das Glas sind, begeben sich nach derOberfläche, wo man sie abziehen kann, ehe die Glasarbeit anfängt. Sie bilden denKörper, den man in den Glashütten gewöhnlich das Salz (sonst die Glasgalle nennt);allein diese Arbeit ziehet einen nachtheiligen Zeitverlust nach sich, und es kann demohn-geachtet noch etwas in dem fabricirren Glas zurück bleiben. *

Man trifft dieses Salz gewöhnlich unter der Gestalt weißer Blüthen in dem Glasan, die den Schneeflocken ziemlich ähnlich sind. Diese Art von Glas ist zerbrechlich,besonders, wenn sich ein Theil dieses Salzes an seiner Oberfläche befindet. Es ist dahervon großer Wichtigkeit, diese Neutralsalze, wenn sie sich in der Pottasche befinden, hin.'wegzuschaffen. *

Unter den Neuiralsalzen, die der Pottasche am häufigsten beygemischt sind, findetman schwefelsaure und salzsaure Pottasche (vitriolisirten Weinstein, und Digestivsalz) ;sodann salzsaure Sode (Glaubersalz), welche letztere oft von den Sodebrennern ausBettug hinzugethan wird. Diese drey Arten von Salzen sind weit schweraufiöslicherals die Pottasche; wenn man daher ihre gemeinschaftliche Auflösung abdampft und koncenrtritt, so kann man den Niederschlag der meisten dieser Salze weit eher, als jenen derPottasche erhalten. Man darf daher nur die mit solchen Salzen belädene Pottasche inWasser auflösen, diese Auflösung bis auf einen gewissen Punkt abdampfen, und dannerkalten lassen. Man nimmt alsdann den Niederschlag heraus, oder vielmehr man gießtdie Flüßigkeit ab, um sie bis zur Trockniß abzudämpfen, und die gereinigtePottasche zuerhalten. Genau genommen, bewirkt dieses Drittel keine vollständige Abscheidung derNeutralsalze; wenn man aber diese Arbeit gut vollführet, so bleibt doch so wenig zurück,daß man keine Glasgalle zu befürchten hat. Die Hauptsache hängt von dem Grad derKoncentration der Flüssigkeit ab, ehe man sie zum Erkälten hinstellt.

Um hierüber, ohne im Finstern herumzutappen, ein Urtheil fällen zu können,bemerke man, daß lOO> Theile einer sehr koncentrirten Pottascheauslösung, ohngefähr 48bis ;o Theile Alkali enthalten. Hängt man in dieselbe eine Salzwaage (nach des B.Beaume Eintheilung), so zeigt diese 48-bis ;o Grade. Treibt man daher dieKoncentrano» einer Lauge von Pottasche, wie sie im Handel vorkommt, bis auf ohngefähr40 Grade, so werden sich die Salze, die in heißem Wasser nicht auflöslicher sind, wieim kalten, schon meistens abscheiden. Das Abkühlen wird die nämliche Wirkung aufdie übrigen Salze, die in heißem Wasser auflöslicher sind wie im kalten, hervorbringen.Man wird in der übriggebliebenen Flüssigkeit nichts mehr von diesen Salzen finden/alseine so stark koncenlrirte alkalische Lauge auflösen kaun, und diese geringe Menge hatkeinen merklichen Einfluß auf das GläSmachen. 3