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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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199
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Lauge vorsichtig abdampfen, trockne das Residuum und fatcfaivc es, und wiege«6; gefeht ich fände t6 Loth, so merke ich auch dieses an, und sage: 20 LothWaage Angabe sind 16 Loth reiner Gehalt, wie viel sind rc. So spricht mirnun die Waage eine verständliche und wahre Sprache, so lange ich mit dennämlichen Materialien operire.

§- 73 »

Wenn man das Pottaschsieden auf der Glashütte selbst betreibt, wo es daraufankommt, eine Pottasche zu erhalten, die das Glas nicht färbt, so darf das Versiebennicht in Pfannen von Eisen, besonders von geschmiedetem Eisen, geschehen, welcheleicht rosten. Man braucht mit mehrerem Vortheil bleyerne Pfannen.

Die gut kalcinirte Pottasche dient zum feinen weißen Glas, die übrige Asche aber,oder der Auswurf, kann noch zu gemeinem Fenster- oder Bouteillenglaö gebraucht werden.

Die Pottasche, welche im Handel vorkommt, ist gewöhnlich mit Neatralsalzenverseht, die entweder von den verbrannten Pflanzen herkommen; oder aus Betrug hinzu-gethan worden sind. Der Künstler muß sich von ihren Eigenschaften vergewissern können,ehe er sie ankauft und braucht.

Bestimmung der Menge von Laugensalz, welches in einer imHandel vorkommenden Pottasche enthalten ist.

§. 74.

Man lasse 100 Theile (dem Gewicht nach) recht reine Pottasche, oder besser Saltavtari, in Wasser sich auflösen. Man lasse in einem andern Gefäße eben so viel KauftPottasche, die man untersuchen will, ebenfalls in Wasser sich auflösen. Man nehme zweyPortionen einer Auflösung von Alaun, eine jede besonders, und schlage die Alaunerdeaus einer jeden, mit einer der vorbeschriebenen, alkalischen Auflösung, nieder. Manlasse die aus beyden Portionen niedergeschlagene Alaunerde bey gleicher Temperaturtrocknen, und wiege sie. Hieraus erfährt man, wieviel Alaunerde >oc> Theile Wein-steinalkali niedergeschlagen haben. Vergleicht man nun hiermit den durch die Kaufpott/asche bewirkten Niederschlag, so kann man daraus die Menge freyes Alkali, welche inioo Theilen dieser Potasche enthalten ist, folgern.

Nach eben dieser Methode kann man auch die im Handel vorkommende Sodeprobiren, nur muß man statt des Weinsteinalkali, reine Sode, das ist reines minera-lisches Alkali, in den vorbeschriebenen Verfahren nehmen.

§- 75 -

Die in der Potasche enthaltenen Neutralsalze schaden nicht allein dadurch, baß siedas Verhältniß jener in der Komposition vermindern, sondern hauptsächlich auch deswe-gen, weil sie sich nicht mit derKieselerde verbinden können', und weil ein Theil von ihnen