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der Form mit dem Richtscheit vollkommen eben und fttzwaagig gezogen, denndieses sollte die innere Fläche des Bodens geben. Als die Bretter weggeschafftwaren, wurde der eiserne Ring auf den Sand gelegt, so daß seine innere Flächeden von den Brettern zurückgelassenen leeren Raum genau umschloß. Die sogemachte Sandform blieb nicht nur 8 Tage stehen, sondern es wurden auch glü-hende Kohlen in Menge aufgeschüttet, und sie 'bestmöglichst getrocknet, dann dieAsche weggeschafft und mit einem Blasebalg alles rein geblasen. Das Bleywurde in einem eisernen Kessel geschmolzen, sechs Personen waren jede mit eisernenLöffeln, deren jeder etwa 40 ff>. Bley hielt, versehen; diese schöpften alle zugleichaus dem Kessel, und gössen an 6 verschiedenen Stellen, indem sie langsam umdie Form herumgiengen, in die Vertiefung, welche die Formbrctter zurück-gelassen hatten; andere zwey Personen trugen immer frisch gefüllte Löffel hinzu,und so war in einigen Mirillten die Vertiefung voll; die ausgestoßene Kohlen undSand, welche daS Bley empor hub, wurden fleißig weggeblasen und immerfleißig zugegossen, bis auch der Raum, den der eiserne Ring umfaßte, vollgegossen war; zwey Arbeiter, die eine gerade gerichtete eiserne Stange hielten,setzten diese auf eine der schmalen Seiten des Ringes, und wie das Bley hochgenug stand, strichen sie dasselbe, immer auf den Ring drückend, den Gießern nachbis an das entgegengesetzte Ende; so wurde die Fläche ganz eben und rein.Als ich diese Probe das erstemal machte, gerieth alles ganz gut; als aber diePfanne aus der Sandform genommen wurde, fand sich, daß sie an einer Seitegeborsten war; ob nun dieses gleich leicht hätte zugelöthetwerdenkönnen, so begnügteich mich doch nicht damit; ich ließ eine neue Form machen, anstatt aber deninnern Raum ganz mit Sand anzufüllen, ließ ich ihn erst mit 1 Zoll weit voneinander gelegten Backsteinen, die bis auf \ Fuß von den Brettern, und bl62 Zoll unter ihrem obern Rand reichten, anfüllen, und nun den übrigen Raummit Sand ausschlagen. Als sich nun das erkaltende Bley zusammenzog undgegen den Sand drückte, so wirkte dieser auf die Backsteine, welche etwaswichen, und so alles Bersten verhinderten. Die Pfanne gerieth vortrefflich.Dieses mag genug hiervon seyn; ein fehlgeschlagener Guß ist kein großer Scha-den, und ein wenig Uebung führet einen bald zur Gewißheit bey der Operation.
Von dem Kalciniren.
§. 80.
Das Kalciniren ist eine der wichtigsten Vorbereitungen der Glasmaterie. SeineHauptwirkung bestehet in der Abscheidung der flüchtigen Substanzen , die keinen Bestand-theil der Gläser ausmachen dürfen, und im Verbrennen der kehligen Substanzen, welcheohne diese Vorsicht das Glas allzeit färben: vorzüglich ist diese Arbeit bey dem Laugensalznöthig.