selbst machen, repanren und zu dem Ende die alten Pfannen umschmelzen.Das Verfahren hierbey ist folgendes. Man gießt auf eine ebene Flache von fest.'gestampftem Sand, welche mit eisernen oder anch nur hölzernen Latten umlegt ist,eine ^ Zoll dicke Platte, die groß genug ist, um diePfaune mit ihrenSeitenwändeirdaraus zu machen; man zeichnet das Neh der Pfanne auf die Blenplatte, schnei-det das Ueberflüßige wog, biegt die Seilenwände auf, stoßt die Ecken, welchevorher etwas keilförmig zugerichtet wurden, scharf an einander und lochet alleswohl zusammen. Bey dem Gießen der Platte ist es nicht genug, ein Loch indem Kessel, worin das Bley fließt, anzubringen, dieses zu öffnen, und dasBley in dem Formraum zu lassen; schwerlich würde es dieselbe, ohne zu erstarren,ganz auskaufen: man muß daher eben so wie die Bleygießer lange Gefäße vonEisenblech haben, womit man einen sehr breiten Ausguß machen kann;ein solches Gefäß muß groß seyn, und der Guß geschwinde geschehen, damitman noch Zeit hat, mit eisernen Werkzeugen das Bley auszutheilen und dahin zubringen, wo es fehlet. Ich halte eS für besser, die ganze Pfanne aus einemStück zu gießen, welches leichter und geschwinder hergehet, so bald man denVortheil weiß. Ich habe den Versuch mit einer Pfanne von 3 Fuß breit, 5 Fußlang, 1 Fuß tief gemacht, welche im Boden 1 Zoll dick war, die Seilen-wände aber verliefen sich bis auf \ Zoll. Ich ließ zuerst 4 Bretter 1 Fuß breitund so lang als die Seilenwände der Pfanne werden sollten, zurichten, aneiner langen Seite ließ ich ihnen ihre völlige Stärke, nämlich i Zoll, gegen dieandere Seite zu aber wurden sie dünner gehobelt, so daß sie noch 2 Zoll dickblieben. An die 4 Ecken wurden hölzerne Nägel queer durchgesteckt, daß sienur eben zusammen hielten. Dann wurde eine gute Quantität Glockengießer-sand angefahren und ein bedeckter Plah eingeebnet, Sand darauf gefahren, die4 Bretter so darauf gestellt, daß der ± Zoll breite Theil unlenhin kam, auch mitdem Winkeleisen untersucht, ob die Bretter gehörig im Winkel stunden. Nunwurde an beyden Seiten der Bretter Sand aufgehäuft, und fest gestoßen; sowie man an den Ecken höher kam, wurden immer die eingesteckten hölzernenZapfen ausgezogen, und so fortgefahren, bis der innere und äußere Raum,den die Bretter einschlössen, ganz mit Sand angefüllt, und festgestampft war.Ich ließ einen eisernen viereckten Ring 1 Zoll dick machen, der über alle vierBretter hinweg gieng, also im Lichten so lang und weit war, als die Pfannewerden sollte. Ehe dieser aber gelegt wurde, mußten die Bretter ausgezogenwerden. Zu dem Ende wurden in jedes Brett oben zwey starke eiserne Hakeneingeschraubt, ei» Seil durch beyde gezogen, und dessen beyde Enden an einendarüber festgemachten Flaschenzug befestiget. Zwey Doppelborde wurden nachdem Linial abgerichtet, eins an den innern, das andere an den äußern Rand desBrettes gelegt (um zu verhindern, daß das ausgezogene Brett den Sand nichtlosreiße)-, mit Gewichtsteinen beschwert, und der Flaschenzug angezogen; so hubsich das Brett ohne Anstand heraus, eben so geschahe es mit den übrigen dreyBrettern. Ehe aber diese Operation Statt hatte, war der Sand iin innern Raum
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