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Pottasche immer seltener wird, und mau sie mit Nutzen durch die Sode in der Glas-macherknnst ersehen kann.
Desto wichtiger ist deswegen auch die Erfindung, künstliche Sode zu bereiten, vonwelcher wir eine nähere Beschreibung nun hersetzen wollen. .
Seit der französischen Revolution ist die Zerlegung der schwefelsauren Laugensalzemit einem solchen Erfolg und Schnelligkeit in Ausübung gebracht worden, daß istan e6für ein Wunder halten mußte, wenn man die Hülfsmittel nicht kennete, welche Genieund Freyheit hervorbringen kann. Die Knnst, d«e schwefelsaure Sode zu zerlegen , waretlichen Künstlern wohl bekannt, sie hatten selbst verschiedene Verfahrungsarten dazu;allein diese Kunst war auf kein wissenschaftliches Lehrgebäude gegründet. Der Zustandvon Absonderung, in welchem sich die Republik in dem Kriege, den sie gegen ihre focilusirlen Feinde zu führen hatte, befand, zwang sie, sich blos auf die Erzeugnisse ihresGrund und Bodens einzuschränken, das Nationalgenie mußte alles ergänzen. DerAufruf der Nationalkonvention zeigte bald neue Hülfsquellen auf allen Seiten, es ent-stunden neue Künste, unter welchen jene, die Sode auö dem Meersalz zu ziehen, jeder-zeit einen ausgezeichneten Platz behaupten wird.
Um sich einen Begriff von der uneigennützigen Ergebenheit französischer Künstlerlind Gelehrten zu machen, denen wir diese schätzbaren Entdeckungen zu danken haben,muß man den Bericht über diesen Gegenstand an den Heilsausschuß vomIahr i. (179 $.)lesen, welchen die Bürger Darret, Lelievre und Pelletier abgestattet haben.Diese Chemisten waren ernannt, um sich von der Richtigkeit der verschiedenen Verfahrrungsarten zu überzeugen, welche Gelehrte und Künstler dem Vaterlande zum Opfer dar-gebracht hatten, ihre Genauigkeit zu bestätigen, ihren Nutzen zu untersuchen, und ihnenalle Vollkommenheit zu geben, welche man von ihren Einsichten und Bürgerrngend mitRecht erwarten konnte. Der Erfolg hat den schmeichelhaften Hoffnungen vollständigentsprechen.
b. Erste Verfahrungsart von Dize, Leblanc und Shee.
Unter den verschiedenen Verfahrungsarten sind vorzüglich drey zu bemerken: dieerste ist auf die §. 6y. angegebenen Grundsätze gebauet, und bestehet darin, daß manIO0O Theile schwefelsaure Sode, die ihres Krystallisationswassers beraubt ist, mit iocoTheilen Kreide, oder gewaschener kohlensaurer Kalkerde, und s;o Theilen Kohlenpulververmengt, und dieses Gemenge einem Reverberirfeuer aussetzt, das stark genug ist, dieseKomposition in Fluß zu bringen. Die Erscheinungen bey dieser Arbeit sind sehr anziehend.
-.Der Ösen muß (wie in dem Bericht gesagt wird) roth glühen, ehe man die Materiehinein thuu man macht ihn hierauf zu. Anfänglich giebt man gelindes Feuer, damitdurch den Strom der Flamme nicht vieles von dem Gemenge, das noch die Form einesPulvers hat, mit fortgerissen werde» sobald aber der Ofen zugemacht ist, fängt die Materiean zu arbeite»; sie schmelzt und ballet sich von Lage ;u Lage zusammen; dieses ick derZeitpunkts wo sie mit eisernen Krücken stark durchgearbeitet werden muß, damit die