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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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so laige der Verrath dauert. Bey der Pottasche hingegen muß man immerabändern, und ist also nie sicher, ob man gutes Gla- einmal wie das andereMal erhalten werde.

Ales dieses sind entschiedene Vorzüge des Sodeglases, und nicht blos seineUnempfndlichkeit gegen die feuchte Luft, geben ihm einen Vorzug.

§■ 83 -

Ehe wir de Verhältnisse der Theile verschiedener Gemenge zur Bereitung verschie-dentlich geeigenlhafteter Gläser angeben, wird es gut seyn, die Grundsätze anzuführen,welche bey diese Bestimmung die Wegweiser seyn müssen.

Das Alkai loset den Sand nur in dem Verhältnisse der reinen Pottasche oderSode, die es -nthält, zu Glas auf; deswegen müssen die Tosen verändert werden,nachdem das Alalt mehr oder weniger Feuchtigkeit und Kohlensäure zurück behalten hat.

In den G mengen zu Arbeiten im Großen, und bey einer Temperatur von io bisirooo Graden, kann man gewöhnlich 4; bis 48 Theile Alkali auf 100 Theile Sandnehmen, anstatidaß bey Proben im Kleinen wohl jo Theile Alkali auf 102 Theile Sanderfordert werde»! und wenn man erwägt, daß dieses Alkali oft 10 bis 11 Prozent Kohlen,säure enthält, 0 siehet man leicht, daß es bey Arbeiten im Großen hinreichend ist,wenn man 40 Theile ganz reines Alkali auf ioo Theile Sand nimmt, um ein gutesGlas zu erhaltn.

Wir habe, schon oben §. 74. die Mittel an Hand gegeben, wie man sich durchVergleichung vm der Menge freyen Alkali'ö, welches in einer gegebenen Pottasche oderSode enthalten ist, vergewissern kann; aber um mit gehöriger Genauigkeit zu verfahren,muß man auch die Menge Kohlensäure kennen, welche sowohl das zum Maaßstab oderVergleichungsplnkt gebrauchte reine Weinsteinalkali, als das Sodealkali enthielte. Zudem Ende lößt nan 100 Theile des znm Maaßsiab dienendon Alkali in einer Menge vonSalz-, Salpeter oder Schwefelsäure, deren Gewicht man genau kennet, auf. DerUnterschied zwirhen dem Gewicht der Auflösung und der Summe der anfänglichgebrauchten Gevichte, zeigt die Menge Kohlensaure an, die sich entbunden hat, undwie viel folglich 100 Theile des Probealkali Kohlensäure enthalten.

Stellt ma> nun noch die Vergleichung nach §. 74. an, so erfährt mau die Mengevon ganz reinem Alkali, welches in dem zu gebrauchenden enthalten ist.

§. 84 -

Eben diese Methode kann man anwenden, wenn man die Menge von reinem Alkalibestimmen will, die in 100 Theilen gemeiner Asche, oder roher Sode enthalten ist.

Man dirigre zu dem Ende in einem Kolben 10c Theile rohe Sode, die zu feinemPulver gestoßenist, oder so viel gemeine Asche, mit 7- oder 8mal so schwer Wasser,4 bis 5 Stund lang, hierauf koche man das Gemenge, und schüttle es fleißig um.

Kennt