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Kennt man nun das Gewicht des Kolbens, der Asche, und endlich das Gewicht desKolbens samt dem Gemenge nach der Digestion, so ist auch die Menge des noch in demKolben enthaltenen Wassers bekannt. Einen genau abgewogenen und stltrirten Theil derLauge behandle man nach § 74. so erfährt man den Gehalt an Alkali, und wie viel sichnach Verhältniß in dem Wasser des Kolbens, oder in den ic2 Theilen roher Sode, odergemeiner Asche befindet.
Diese Methode kann eine öftere Anwendung nicht nur bey Zusammensetzung derGlasmaterie, sondern auch bey käuflicher Asche und Sode, die man anzuschaffen gedenkt,finden.
Diese Grnndsähe sind hinreichend, um in jedem Falle das Verhältniß der Glas-materre zur Komposition zu bestimmen. Sie zeigen, wie viele Abänderungen bey demGemenge oder der Komposition, nach Verschiedenheit der ersten Materie, vorkommenkönnen. Wir wollen indessen einige Beyspiele Hersehen, die von einigen wirklich existi,reliden Fabriken hergenommen sind.
Zusah. So sehr gut und richtig dasjenige ist, was Loy sel hier angegeben hat, sodurfte es manchen doch schwer werden, die Anwendung zu machen; ja viele,welche die hier gegebene Komposition in ihren gewöhnlichen Oesen versuchen,werden bald mißtrauisch werden, denn sie sind auf Oesen von der besten Qualitätberechnet, und in andern werden sie schwerlich gut thun; man wird sie also mitgroßem Unrecht als untauglich verwerfen. Es wird daher nicht undienlich seyn,dasjenige mit Wenigem anzuführen, was Allut über diesen Gegenstand sagt,und was ich in der Ausübung selbst sehr gut gefunden habe. Er redet vorzüglichvon Spiegelglas; man wird aber leicht die Anwendung auf andere Glaöartenmachen können, 152 1 b. Alkali kann sehr wohl 322 tb. Sand auflösen: alleinum sicher zu gehen, und ein milderes gut zu verarbeitendes Glas zu haben, lehrtdie Erfahrung, daß es besser sey, f des Sandes an Alkali, also anf 300 ib.Sand 222 lb. Alkali zu nehmen. Diese 500 Tb. siehet man als die Grundlageder Komposition an, und -/§ hiervon etwa 32 lb. bestimmt die Menge desznzursehenden Kalks. Ferner lehrt die Erfahrung, daß man hierzu ohne Nachtheilnoch 322 Tb. Glasabsälle sehen kann, auch daß 4 Unzen Braunstein 102 fö.jener Komposition entfärben können, daß also dem obigen 32 Unzen beyzumischensind. Endlich sind 3 Unzen Schmälte von der feinsten Gattung hinreichend, um1202—i l22 1 b. Glas zu färben; man kann also obiger Komposition z UnzenSchmälte gar wohl zusehen. Die ganze Komposition steht also folgendermaffen.
322 1 b. Sand. 222 tb. Alkali, 322 1b. Glasabsälle, 32 Unzen Braun,stein, 3 Unzen Schmälte.
Allein dieseKo nposition ist auf die individuellen Eigenschaften der Materie,und auf eine gew sse Stärke der Hihe des Ofens berechnet.
Mair siehet leicht ein, wenn das Alkali nicht rein und kräftig genug ist,so muß man desselben entweder etwas mehr, oder des Sandes weniger nehmen;
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