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1 (1802) Versuch einer ausführlichen Anleitung zur Glasmacherkunst
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Komposition zu weißem Glas mit Sode bereitet.

§. 86 .

Weißen Sand — — — —- — ioo Theile,

an der Luft gelöschten kohlensauren Kalk — — — 12 — —

kalcinirtes Sodealkali, das 11 Prozent Kohlensäure enthält 4s bis 48 —

Glasabfälle von der nämlichen Art, wie das zu bereiteudeGlaS 100 —

Wenn in der Materie noch kohlenartige Theile vorhanden seynsollten, die dem Glas eine bleiche ins Gelbe ziehende —

Farbe mittheilen, so thut man noch Braunstein hinzu — 0,25 —

Diese Komposition ist die nämliche, welche man in der Spiegelgießerey zu 8t. Gobaingebraucht. Das Verhältniß würde das nämliche seyn, wenn man stall Sode Pottaschenehmen wollte, welche ohngefähr eben so viel Kohlensäure enthielte.

Zusah. In der deutschen Spiegelhütte, wo Sode gebraucht wird, und die Oefengewöhnlich nicht die besten sind, wird die Sode nicht gereiniget, sondern nurblos stark bis zur weißen Farbe kalcinirt. Gewöhnlich werden "zu einer Komporsition joo ib. kalcinirke Sode, 100 tb. kalcinirte Pottasche, 336 Ib. Sand,72 1 b Kalk genommen, welchem dann noch — 3 ib. sächsischer Braunsteinzugesetzt werden. Mancher Hüttenmeister glaubt noch sehr gut zu thun, wenner 6 ib. Salpeter, 4 ib. Arsenikum, 2 ib. Weinstein, 2§ tb. Antimonium,und Gott weiß was noch alles hinzusetzt. Immer aber kommt ein schwarzgelbrliches Glas heraus, was dem französischen gar nicht an die Seite gesetzt werdendarf. Je einfacher die Komposition ist, je reiner die Materialien sind, destobesseres Glas hat man zu hoffen/ Auf einer französischen Spiegelhütte fand ichfolgenden Einsatz^der ein zwar sehr sprödes, übrigens aber schönes Spiegelglasmit blaßgrünem Stich gab. 600 ib. weißen Sand, 82 ib- Kalk, 6 ib. Arsernikum, ioo ib. kalcinirte Pottasche, 322 Ib. umgesottene Kau'poktasche, undaus frischer Asche, 62 tb. Salz, (dieses war Pottasche, welche aus derAsche des Salzwerks zu Dieuze gesotten war, und viel Kochsalz enthielt.)Salpeter 6 ib., Glasabfälle 620 ib. Bey dem erste» Einsetzen wurde nochein Faust großes Stück Arsenikum auf den Boden des Hafens gelegt. Der Ofenhatte eine außerordentlich hohe Temperatur, und die Schmelzen giengen 24 — 28Stunden. Man sagte aber, daß das Glas auf die Länge nicht dauere, undbesonders an fenchtenOrten gerne schwitze, wie auch wohl nicht anders seyn kann.

Komposition zu weißem Glas mit Pottasche bereitet.

§. 87-

Weißen Sand -- — — — —

Pottasche, je nachdem sie mehr oder weniger gelüftet (milde) istan der Luft gelöschten wohl pulverisirten Kalk — —-

Glasabfalle vno der nämlichen Art <— — —

100 Theile.jö bis 6jr, —

6 bis r 2 —10 bis ioo —