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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
Entstehung
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65
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Diese nicht. Denn, wenn der Menschenkeimnicht Mensch wird, so kann er auch nichtThier werden, weil er von den hohem An-lagen , die nie ganz unentwickelt bleiben kön-nen, gehcmmet wird, den Gesetzen des Zn-stinctcö, nach dem Maaßstabe thierischerVollkommenheit, zn gehorchen.

iz. Eben so geheimnißvoll ist die simultaneFortbildung des Innern und des Äußern.Wie sich das äussere Auge entfaltet, so ent-faltet sich das inncre.

Anfangs HD das Sehen des Kindes nurein Solddicner des Reizes, nur Sklave desanziehenden Lichtes, nach und nach wird cSein Freygebohrner, und wie die Reflexionim Innern sich gestaltet, so blicket die Frey-thätigkeit und mit ihr die Liebe, die Freu-de und Freundlichkeit, oder wenn die Er-eignisse nicht den Wünschen des jungen Se-hers entsprechen, Widerwillen, Traurig-keit, Zorn rc. aus dem Auge hervor.

Aber nicht nur Liebe, Freude, Freund-lichkeit, oder' Widerwillen, Traurigkeit, Zornoffenbaren sich durch das Auge. Auch desGeistes Scharf- oder Stumpfsinn thut sichim lebhaften oder Dioden Kindeöblicke kund.

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