seine Lebendigkeit angreift, und zwar durch- Strafen, die von Stuffe zu Stuffe steigen,bis sie den harten Sinn mürbe machen.
Unser seidenes Iahrdreyßig hat die „Rin>-erstrafen" bald aus der Maxime derSinnlichkeit, bald aus dem Grundsätzeder Geistigkeit beurtheilet, und in jedemGesichtspunkte gleichthoricht, verworfen. „Wassoll man junge, zarte Wesen so harthalten?" sagten einige. Strafe machtnicht besser, riefen die andern.
Wenn Milde das rohe Wesen bändigenkann: so ist allerdings strafende Härteüberflüssig. Daraus folgt aber nur, daßStrafe da nicht hingehört, wo sie nicht hin-gehört. Und bessern soll die Strafe auchnicht — soll nicht, was sie nicht kann. Siesoll nur da, und nur so lange ein Nothzaumder unbändigen Sinnlichkeit werden, wo dieLiebe noch nicht, und bis sie ihr saustetScepter geltend machen kann. Das Worteines grossen Königs: Thorheit ist dem Kna-ben angebohren, und wird durch die Rutheausgetrieben, sollte doch nicht so schlechtwegunter das AnSkehricht des alten Aberglaubensgeworfen werden.
6. Die