keit und den Frieden des guten Gewissen-unter allen Freuden oben anzusetzen; daß erstark werde d) jede unlautere Freude, die mitReue lohnet, mit Schande bezahlt, undan ihr fluchtiges Daseyn bleibende Nachwe«hen knüpfet, zu verschmähen, und jede lau-tere Freude zum neuen Velebuugsmittel desTugendslunes zu machen; daß er stark werdec) die Sinnlichkeit dem Geiste, und den GeistGott vollkommen zu unterwerfen, und, indemer sich durch Freud' und Leid durchkämpfet,jenem Ein es seyn mit Gott entgegenzurei-fen, welches höchste Weisheit und Re-ligion, höchste Religion und Tu-gend, höchste Tugend und Selig-keit zugleich ist.
Diese zwischen den zwey Ertremen inMitte liegende Wahrheit hat sich im Christi-anismus rein und schon abgedrückt; denn dar-in ist die Liebe — und die Demuth(wodurch Wollust und Stolz besieget,und Tugend und Freude gepaaret werden),als das höchste Gesetz, als das Ge-setz aller Gesetze; darin ist die Vse-tz ei ssung von Ausgiessung des göttlichenGeistes, der die Menschen zur Unterwerfun-
der