die Decke des Leibes zunächst nur Mittel fürdie Entwickelung und Thätigkeit des Leibesseyn. Nicht älteres Herkommen, nicht neue-re Mode, noch weniger Eitelkeit und Capri-ce der Gesellschaft, sondern die Entwicke-lung der einzelen Glieder und Bewah-rung des ganzen Leibes soll zunächstRegel der Bedeckung seyn.
Aber, was der nächste Zweck der De-cke seyn soll, das ist nicht der ganze. Denndie Kleidung darf dem zur Arbeit geschaffe-nen Menschen keine Fessel werden, soll dieGewandtheit der Glieder zur Arbeit nicht hem-men. Überdem soll dem jungen Candidatendas Leiden, das ist, dem Menschen dasLeben / durch Mangel an Abhärtung, nichterschwert werden. In der Art der Kleidungdarf also die nöthige Hinsicht auf Stärkungund Erhaltung des Leibes, nicht ausgeschlos-sen werden.
Endlich: ist der Leib ein Organ derVernunft, also der Tugend: es soll also dieKleidung, dem Gefühle der Scham und derAchtung für das Anständige nicht zu nahetreten.
y. Die