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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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249
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Ende will ich mir gebieten den trencsten Ge-brauch auch der bittersten Heilmittel, die ta-pferste Verschmutzung auch des reizendsten Ge-nusses, die männlichste Bestchung auch destzeissesten Kampfes." Dieser feste, sich selbstbewährende, alle Reitze überwiegende Vor»say ist die Wurzel alles Heiles, alsoauch dieses. Die wahre Heilkraft geht auchhier wie überall vonReligion" aus. Istdein Zögling einmal so weit, daß er sich zudiesem Vorsätze auch nur anschicket: so wirdihn dein Rath wohl auch noch bis zur Schwel-le des Vorsatzes bringen, das heißt, heilenkennen. Bis du ihn aber dahin gebracht ha-ben wirst, ist alles, was du unternimmst,nur zweydeutigcr HeilnngSversuch, ungewißder Erfolg. Und das ist die Sünde derneuesten Pädagogen, daß auch sie, bey al-ler Geschäftigkeit zu heilen, die Religion nurals eine Nachhülfe ihren Patienten, wie aufKrücken, nachhinken lassen, da sie doch dieSeele aller Hülfe seyn sollte.

Indeß, wenn schon der sichere Grund derHeilung nur in jenem göttlichen Entschlüsseliegt: so muß der Erzieher doch vom Sinn-lichen ausgehen, und durch Darstellung der

schau-