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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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438
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11. Es ist also kein unweiser Rath , den sich nur- der klügste Jüngling selber geben kann. Weil

der Dünkel, schon weise zu seyn, mein ärg-ster Feind ist: so will ich lieber im Kreisejener, die an Alter, Charakter, Kenntniß,Tugend über mir sind, als mit jenen Um-gang haben, die mir gleich oder gar untermir sind. Denn diese würden mich in einenTraum von Weiseseyn einwiegen, indem jenemeine Thorheit strafen.

12. Diesem Rathe lege ich noch eine Rüttefür das L>hr bey, die ich allen, die indie große Welt treten, empfehlen darf:Sie werden es euch anders sagen, als esdie Thräne der Mutter und der ernste Blickdes Vaters bey dem Abschiedsknsse gesagthaben. Hier giebt es aber nur ein Rettungs-mittel: Rütte ins <vhr oder Tod;Unglaube oder L o d." Unzählige ade-liche und unadeliche Jünglinge traten, wiejunge Ledern, aus ihren Häusern, giengcnauf Reisen, besuchten Hofe, brachten drey Se-mester auf'Universitäten zu, und kamenzurück, *) als abgestandne, ausgedörrte/

_ hohle

*) Ach! nicht alle kamen zurück.