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Ueber Erziehung für Erzieher / von J.M. Sailer
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483
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Das Gemüth des Fürsten ist also derMittelpunct, aus dem Licht und Leben aus»'stralet zuerst in seine Gedanken, wünsche,Zwecke, Triebfedern. Und dies ist die er-ste Rreislinie.

Das Gemüth des Fürsten ist aber auchder Mittelpunct, aus dem Licht und Lebenausstralet in sein HauS, in sein Privatleben.Und dies ist die zweyte Kreislinie.

Das Gemüth des Fürsten ist endlich derMittelpunct, aus dem Licht und Leben aus-stralet in die Regirnng des Landes. Unddies ist die dritte Kreislinie, die sich umdenselben Mittelpunct bildet. ^

Die Erfahrung aller Zeiten hat auchdiesen Allsspruch der Vernunft bestattiget.

Sobald die Herrsucht des Einzelen odereiner ganzen Partey das Regiment an sichziehen will, so forschet sie die schwache Sei-te des Fürsten aus, und bringt, indem siedieselbe befriediget, Unordnung in sein Pri-vatleben. Dann läßt er den Zügel der Re-airung fremden Händen über, um seinenVergnügungen nachzuhängen.

Weny aber der Fürst im Privatleben einBild der Ordnung ist, ein treuer GatteH h 2 sei-