Ausbeute in Mauzen und Fossilien mit, — seiner Barometermessungen und anderweitigenphysikalisch-geographischen Beobachtungen nur nicht zu gedenken. Ja, sein wohlgeordnetesHerbarium zählte in letzter», Jahre schon gegen MX) Pflanzen, unter denen sich viele sehrseltene, ja vor ihm gar nicht bekannte Erzeugnisse der Hochalpen fanden
In allen Theilen der Mathematik, Naturwissenschaft und Medizin theoretisch und prak-tisch vorbereitet, trat er im Herbst 1726 in Begleitung seines ältesten Bruders Christoph')die Reise nach Leyden an, wo er in dem später so berühmt gewordenen Albrecht von Haller einen Studiengenosscn und bald auch einen innigen Freund fand. Beide hatteBoerhave's Ruhm in die ferne Musenstadt gelockt, und sie fanden noch mehr als sie erwartethatten. Wie gut unser Geßner die Vortrüge des großen Lehrers auffaßte, zeigten seineHefte, deren sich später Haller bei Herausgabe der l'raolocli»»«^ .Voinloinioao Ilon,»:»»»>lioorlnnivo vorzugsweise bediente^). Aber auch Boerhave's persönliche Zuneigung wußte ersich zu erwerben; Garten und Bibliothek standen ihm offen, und als er ihm das nicht unbe-veutende, gesetzliche Honorar entrichten wollte, wurde er mit den Worten abgewiesen: Derhippokratische Eid verbindet den Arzt, die Söhne seiner Lehrer umjonst zu unterrichten. Ickverehre aber Conrad Geßner als einen wahren Lehrer, - wie sollte ich von würdigen EnkelndeS großen Mannes Belohnung annehmen können!').
Schnell war an Geßner die Zeit vorbeigeeilt, die ihm für Leyden anberaumt war, wodamals auch der berühmte Anatom Albinus und der bekannte Physiker Gravesande lehrten.Nachdem er noch die merkwürdigsten Städte Hollands besucht hatte, reiste er nach Paris ,wohin er von Boerhave an Jussieu, Bigno» re. empfohlen war. So sehr er sich aber daraufgefreut hatte, an diesem Brennpunkte der Wissenschaften seine Studien fortzusetzen, so übelwurde ihm daselbst mitgespielt. In einem Ballhause auf einen Freund wartend, traf ihnein Ball an einen Backen, und in Folge der durch eine starke Geschwulst bedungenen Ope-
6) Hirzel , Denkrede auf Johann Geßner, Nag. 30-
7, Den 1». Juli 1711 als Polialer i» Zürich in Folge seiner Berufslreuc bei einem namentlichin Albisrieden grassirenden epidemischen Fieber verstorben. Geßner schrieb am 13 Juli seinem Haller unke»Andern,: „'»istixsiinun» x»i »Ivxnlori»,» »xori .iiiniiitissiliniv, libori«, paroittilwx. li.ttrilwx, x<>-mini, .itli»>l»i8 ot aliguol inillv ao^ris, >>uv8 tolieilvi rostiluil, rolinguvnx: >>»»,,ipnm» »»in»»praxi »wiliesv xalollixi, nu.x unnwx ojux .iiixilio, iiiüolusk« ladoiv, «alntaiibux »wiiioaiimiili*»in „ioi'I>i» iioxtrix juvabnini» , vivobnmnx »in» oonjiinotissimis aiiiini«; j» »nixinx» avlaliü vig»r<>»u> -»Miioiitissiina I>o»o»Iiotioni8 »livinao avpia innpinal» nol>>!' oroplns «8, , ,,»»»,> >>„:»>»l»»,x »<»»oj»x sa,:,„» .> .ildooeril , ,iim nnn polnsl. «
3) Zi-nmermann, Lebe» des Herrss-von Haller, I'az 174
!>' Hirzel's Denkrede, I'np. 3.7. '