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Denkschrift zur Feier des hundertjährigen Jubiläums der naturforschenden Gesellschaft in Zürich / G. von Escher und J. J. Siegfried
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ration stellte» sich sehr schlimme Fieberanfülle ein, denen man durch übertriebene Muteutzic-hungen zu begegnen suchte; bereits glaubten ihn die Freunde dem Tode verfallen, als ihnsein Bruder Christoph, der auch nach Paris gefolgt war, in Behandlung nahm, und dieFreude hatte, den üblen Folgen nach und nach so begegnen zu können, daß er wagen durftedie Rückreise in'S Vaterland anzutreten'"). Ganz erholte er sich jedoch nie mehr").

In Basel traf Geßner nach Abrede seinen Freund Hnller, und begann an dessen Seiteneuerdings seine Studien. Wie Bocrhavc beide nach Leyden gezogen hatte, so zog sie JohannBernonlli nach Basel . Wenn Boerhave sich rühmen konnte, der Lehrer der bedeutendstenlebenden Aerzte zu sein und durch seine gelehrten Arbeiten in der Medizin Epoche gemachtzu haben, so war Johann Bernonlli damals das allverehrte Haupt der Mathematiker. Dievon Leibnitz und Newton entdeckte Differenzialrechnung war in seinen Händen, namentlich,nachdem er ihr die Integralrechnung zur Seite gestellt hatte, das fruchtbarste Werkzeug zurLösung der Probleme der Hähern Geometrie und mathematischen Physik geworden, unterseinen Schülern befanden sich die Eulcr, Hospital, Narignon, Maupertuis, König, seinedrei Söhne nicht zu vergessen, von denen Daniel schon damals mit dem Vater wetteiferte.Mit dem größten Eifer hörten ihn die beiden Freunde, und es mag hinreichend zeugen, wiesehr er sie für seine Wissenschaft zu begeistern wußte, wenn man seine Lehren als mehrjäheigen Hauptgegenstand ihres, nach Haller's Entfernung von Basel , beginnenden eifrigenBriefwechsels findet'?), ja liest, daß der Sänger der Doris sogar an seinem Trauungs-tage eine Aufgabe der Disserenzialrcchnung löstet).

Nebenbei vervollkommneten sie sich unter Zwinger und Mieg auch in den medizinischenWissenschaften, und Geßner wußte sich das Zutrauen des Letzter« in so hohem Grade zu er-werben, daß er ihm, dem noch nicht zwanzigjährigen Jüngling, während einer schwerenKrankheit sämmtliche Amtsverrichtungen übertrug. Ferner wurde noch 1728 von Basel aus

i»> Börner, Nachrichten von jetzt lebenden Aerzten. III.

>11 Fast kein Jahr verging, ohne daß ihn kleinere oder größere Krankheiten überfielen unv ihmeine Badekur l gewöhnlich in dem nahen Baden, 1735 aber in Leuck, bei welcher Gelegenheit Hall«besucht wurde) nöthig wurde. 1745 schrieb er an Haller-. »Nvam valvt»cki»e>» »nillui» elvbililatai»»snnlio, oum vx vo lemporo bis gravioribiij, aoeossibus t'vbrilibus laben »vvrim, >>»> iiw per allquot bobeloinaelas leclo ak1i--6baiit ol ab nxoplalisaiwis in liotanioia laboribus iiripnelivorunl,«- und ähnliche Klagen wiederholten sich alle Augenblicke.

12) Noch jetzt finden sich auf der Werner Stadtbibliothek mehr als <>M) lateinische OriginalbriefeÄeßners an Haller, aus denen manche der gegenwärtigen Mittheilungen entnommen sind. Eine großeAnzahl derselben nahm Haller in die <i Oktavbände haltende Sammlung der lipistol. ab e-rnü. virisa«I A. Ilullerum svripl- auf.

13) Zimmermann, Haller's Leben. I'ag. 53. '