zudem kränkelte er fortwährend. Zu gutem Glücke hatte er sich durch seine Gelehrsamkeitund sein liebreiches Wesen unter den angesehensten seiner Mitbürger einige Freunde erwor-ben^), die ihn auf verschiedene Weise aufmunterten; und zu gleichem Zwecke halfen auchwiederholte Alpenreisen^), so wie wissenschaftlicher Verkehr mit auswärtigen Freunden-^),— sonst hätte er seinen Mißmutb nicht meistern können, auf den Hakler in seiner 1733 anihn gerichteten Ode hindeutet, wenn er sagt:
Nein, lege deinen Unmuth ab.
Der macht sich aus der Welt ein Grab.Der ihre Lust nicht will genießen:
Wär unser Herz von Ecket leer.
So würde bald ein WollustmccrAus jedem Hügel in uns fließen.
Des Pöbels niedriger Verstand.Bemüht um eigne Plag und Tand,Mag ein zu edles Gut verachten;
Wie aber kann ein freier Geist,
Der aus des Wahn's Gefängniß reißt,In diesem Paradiese schmachten?
»ordioario vieoto, insolito piano bis in casibus vxomplo. 8cis von» guam moptus vgo sini»adulato, . »osoius vvritatvm dissimularv. Ilabvs suklicivntem rntionom siloutii moi, »v dionm>l»odii, guod Studium tkvorotioum -liiert."
21 j Namentlich Johannes Esther im Seidenhvf j1l>V7 - 1734), der ein bedeutendes Natu-ralien - Kabinet angelegt halte , zu dessen Aeuffnung er 1733 aus königlicher Hand sämmtlicheFossile Sachsens und Polens erhalten sollte, und welches sein 1784 ledig verstorbener Sohn Johannessfrüher Oberst in k. französischen Diensten) nachher fortgeführt haben soll. Geßncr schrieb im No-vember 1734 an Halter: »ve botanicis vt bistori» naturali uune uv» sino dnlorv -><I Do scribv,„proptor obitnm »ummi ot uoiei in kov xonoro Slaooeuatis moi II. kscbori in 8vidvnbok, qui»anto octiduum kvbri LixsipvIIacoa obiit avtatis 35 summa omnium konorum moororo; in ov»bominv oximia virtus ot inooiupsrubilo do omnibus bouo morvudi stiilliiim oral; iiidokossus in«kistoriao naturalis lbosauris eumpnrandis, in instruvnda bibliotbooa plurimus sumtus iinpo»-»dobat moosguo vouatus omni Studio sovvb-il.«
22) Siehe die unten aus Hallers Lnumor-ilio mitgetheilte Stelle
23) Seine in diesem Zeitraume an Haller geschriebenen Briefe sind sehr zahlreich, und betreffen
sowohl eigene als fremde mathematische und botanische 'Arbeiten, seine Alpenreisen, Bereicherungenseiner Raturaliensammlungen, Personalien, ja alles Mögliche, — wie es bei ganz vertrauten Freun-den zu erwarte» ist. So z. B. schrieb er im November 1731 : »Ilaborom ultra 5l> p-ramiu»»8obvuobrvri »xrostograpkiao nddoud», ipiorum guavdam a uomiuo dosoripta simt." Und imgleichen Jahre: »I» vulpl-itissimis ptautis ploruiuguo baosito, oum aut malo doscriptus »ul 1-ilso»nddita synonym» ropvrio, piaovipuo ju upvro lournokortiauo.« Am 18. Dezember 1732:»t'raotorita clio luuao incoiidium parlis moridionalis oosvoomii uostri circa wodi-im koro uoctoru»iuejpiviis, uuivvrsam urbom nastram i» summum eunjvcit tvrrorom. lüo bominos porivro„ljzravv dictu) XXIV. duo, qui vitam saltu svrvaro oautondobaut krvgoro jugulum ot cvrvivom:»roligui XXII. mvdiis in llammis inlerivrv. II. '1. 0. N. suss povnas olomonlvr a nobis »vortat "Am 25. Februar 1733 : » I'roprius et »liorum inorbus mo »d 1o s»v,>ius scriberv ov,i»„tvlu
impodivit.« olc. «lc