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I. Teil: Vorgeschichte und Verlauf des Kongresses.
Resolutionen des internationalen Mathematiker-Kongressesin Zürich , 1897.
I. Internationale mathematische Kongresse sollen künftighin inZwischenräumen von 3 — 5 Jahren und unter gebührender Berück-sichtigung der verschiedenen Länder veranstaltet werden.
II. In der Schlufsversammlung jedes Kongresses werden Zeit undOrt des nächsten Kongresses und die Organe zur Vorbereitung undEinberufung desselben bezeichnet.
III. Sollte durch irgend welche Verhältnisse die Abhaltung einesKongresses zur vorbestimmten Zeit am vorbestimmten Orte unmöglichsein, so ist der Vorstand des letzten Kongresses ermächtigt, eventuelldie nötigen Dispositionen zur Einberufung eines neuen Kongresses zutreffen. Er wird sich zu diesem Zwecke auch mit den in der Reso-lution II bezeichneten Organen in Verbindung setzen.
IV. Für solche Aufgaben internationaler Natur, deren Lösungeine feste Organisation erfordert, kann jeder Kongrefs ständige Kom-missionen ernennen, deren Amtsdauer bis zum nächsten Kongresse geht.
Die Kompetenzen und Verpflichtungen derartiger Kommissionenwerden jeweilen bei Bestellung derselben festgesetzt.
V. Der nächste Kongrefs soll im Jahre 1900 in Paris stattfinden.Die Société mathématique de France wird mit der Vorbereitung undOrganisation desselben beauftragt.
Dies sind, verehrte Anwesende, im wesentlichen die Normen, nachdenen sich die nächsten internationalen Mathematiker-Kongresse ge-stalten sollten. Sie sind absichtlich möglichst einfach und durchsichtiggehalten und dürften für den Anfang genügen.
Welches sind nun aber die Aufgaben, deren Lösung von dieseninternationalen Kongressen zu erwarten ist? Eine Skizze, allerdingsnur eine Skizze derselben enthält Artikel 1 des Ihnen vorgelegtenRéglementes. Es heifst dort zunächst:
„Der Kongrefs hat den Zweck, die persönlichen Beziehungen zwi-schen den Mathematikern der verschiedenen Länder zu fördern.“
Verehrte Anwesende! Wer einen Blick wirft auf das Programm,wer Umschau hält in diesem Saale , der wird sich des Eindruckes nichterwehren können, dafs die internationalen Mathematiker-Kongresse auchdann schon eine Existenzberechtigung hätten, wenn sie keinen anderen